Zweifelhafte Vergangenheit der Finsbury-Park-Moschee: Dschihadist Abu Hamza war hier Imam

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ABU HAMZA
Zweifelhafte Vergangenheit der Finsbury-Park-Moschee: Dschihadist Abu Hamza war hier Imam | Dylan Martinez / Reuters
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  • Der mutmaßliche Terroranschlag in London traf Gläubige vor der Finsbury-Park-Moschee
  • Das Gebetshaus stand in Vergangenheit in Kontakt zum radikalen Islam

Und wieder trifft es die britische Hauptstadt.

Ein Fahrer steuerte seinen Van direkt in eine Gruppe von Muslimen vor dem Muslim Welfare House, einem kleinen Gebetshaus im Norden Londons. Um die Ecke gibt es in der direkten Nachbarschaft noch die größere Finsbury-Park-Moschee.

Aus beiden Gebetshäusern strömten nach dem mutmaßlichen Terroranschlag Menschen. Noch gibt es keine gesicherten Informationen über den Hintergrund der Tat.

Die Finsbury-Park-Moschee steht seit Jahren im Zentrum einer Kontroverse über den radikalen Islam und Terrorunterstützung in Großbritannien.

In den Jahren nach der Jahrtausendwende besuchten so mehrere Al-Kaida-Terroristen regelmäßig das Gebetshaus. Im Jahre 2003 wurde die Moschee gestürmt, ihr Imam Abu Hamza wurde im Jahr 2006 zu sieben Jahren Haft für den Aufruf zur Gewalt und Terrorunterstützung verurteilt.

Abu Hamza sitzt mittlerweile lebenslang in den USA in Haft, er gilt als einer der gefährlichsten Terroristen, ist auch wegen seiner eisernen Handprotese, die ihm den Namen "Fish-Hook-Terrrorist“ ("Fischhaken-Terrorist“) einbrachte, weltberühmt.

Seither hat sich die Moschee Berichten zufolge liberalisiert, die Trägerschaft des Gebetshauses wechselte. In den vergangenen Tagen machte die Gemeinde positive Schlagzeilen, sammelte so etwa Spenden für die Opfer des Grenfell-Feuers.

Am 14. Juni besuchte auch der Chef der Labour-Partei, Jeremy Corbyn, die Moschee.

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