"Von den Flammen eingekesselt": Waldbrand in Portugal fordert mindestens 62 Todesopfer

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  • Bei einem Waldbrand in Portugal sind mindestens 62 Menschen gestorben
  • Der Brand wurde durch einen Blitzeinschlag ausgelöst
  • Die EU sichert Portugal nun Hilfe zu

Bei einem der schlimmsten Waldbrände der letzten Jahrzehnte sind in Portugal mindestens 62 Menschen gestorben.

Das Feuer in der Region von Pedrógão Grande war am Samstagnachmittag gegen 14.00 Uhr Ortszeit (15 Uhr MESZ) ausgebrochen. Ein Blitzschlag hatte das Feuer verursacht.

Die Region liegt circa 200 Kilometer entfernt von Lissabon.

Valdemar Alves, der Bürgermeister des Kreises, sagte dass es einige Dörfer gebe, die "von den Flammen völlig eingekesselt" seien, berichtet die Zeitung "Público"

Die EU hat Portugal nun Hilfe zugesichert

Angesichts des verheerenden Ausmaßes hat die Europäische Union dem Land nun Hilfe zugesagt.

"Es wird alles getan werden, um den Behörden und den Menschen in Portugal in dieser Zeit der Not zu helfen", erklärte der zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides am Sonntag.

Auf Bitte Portugals würden über die Nothilfekoordinierung der EU Löschflugzeuge organisiert. Frankreich habe sofort drei Maschinen zugesagt, die nun rasch entsandt würden.

Zusätzlich helfe Spanien ebenfalls mit Flugzeugen. Stylianides drückte seine Trauer um die Opfer und sein Mitgefühl für die Betroffenen aus.

Der Brand rund 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon ist für Portugal der schlimmste seit Jahrzehnten.

Das Land hatte nach Ausbruch des Feuers am Samstagnachmittag zunächst nur zwei Löschflugzeuge im Einsatz.

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