Eine Mutter verbietet ihrem Sohn, am Schulausflug teilzunehmen - ihre Begründung hat es in sich

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Die Geschichte einer französischen Mutter geht derzeit um die Welt. Sie verbot ihrem siebenjährigen Sohn Mani, mit seiner Klasse auf einen Schulausflug zu fahren.

Manis Mutter Audrey schrieb ihrem Sohn eine Entschuldigung, die es in sich hat (auch im Video oben). Und die jeder kennen sollte.

Der Grund: Der Ausflug sollte in den Meerespark "Marineland Antibes" an der Cote d'Azur gehen - dort werden unter anderem Orca-Shows aufgeführt.

"Delfine und Orcas legen im Meer zwischen 100 und 200 Kilometern am Tag zurück. Wir glauben nicht, dass es ethisch vertretbar ist, diese Tiere in Pools einzusperren und sie durch Reifen springen zu lassen. Ich bringe meinen Kindern nicht bei, Tiere in Not zu bestaunen. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüßen, Audrey."

Audrey fragte ihren Sohn, ob er mit ins Marineland gehen wolle. "Er antwortete 'Nein'", sagte Audrey der HuffPost Frankreich. "Ich wäre lieber in den Vergnügungspark 'Village des fous' gegangen", sagte Mani.

War das wirklich der Wunsch ihres Sohnes?

Als Audrey gefragt wurde, ob das wirklich der Wunsch ihres Sohnes oder nicht doch ihr eigener war, antwortete sie: "Wir haben ein Spiel, das immer zwei Monate geht. In dieser Zeit schreiben wir acht Wünsche auf. Einer von seinen war, dass Delfine in Freiheit leben könnten, nicht in Parks. Allerdings haben wir das damals nicht größer thematisiert, da Delfine etwas weit von seinem Lebensumfeld entfernt liegen."

Auf die Absage erhielt Audrey eine Antwort der Lehrerin. Sie schrieb: "Das ist Ihre Entscheidung und ich respektiere sie."

Anfang Mai hat die französische Umweltministerin, Ségolène Royal, ein Dekret beschlossen, das die Gefangenschaft von Delfinen und Orcas beenden soll.

Dieser Text erschien ursprünglich bei der HuffPost Frankreich und wurde von Bettina Pohl ins Deutsche übersetzt.

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(lp)

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