Schon wieder ein tödliches Autorennen: Jetzt sucht Polizei in NRW nach einem silbernen Seat

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Bei einem illegalen Autorennen kam ein 38-Jähriger Unbeteiligter ums Leben | artolympic via Getty Images
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  • Ein 38-Jähriger Passant ist bei einem illegalem Straßenrennen in NRW gestorben
  • Ein Täter (28) wurde gefasst, der andere ist flüchtig
  • Polizei sucht jetzt nach einem silbernen Seat mit Kennzeichen MG

Schon wieder ist es zu einem tragischen Unfall bei einem illegalen Straßenrennen gekommen.

Am Freitagabend gegen 23:00 Uhr waren zwei Täter auf der vierspurigen Fliehtstraße in Mönchengladbach mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.

Die erlaubte Geschwindigkeit liegt an dieser Stelle bei gerade mal 40 km/h.

Die mutmaßlichen Täter waren in einem schwarzen und einem silbernen Seat unterwegs. Der Fahrer des schwarzen Seats verlor schließlich die Kontrolle über sein Auto und geriet auf die Gegenfahrbahn. Ein Fußgänger, der die Fahrbahn zu diesem Zeitpunkt überqueren wollte, wurde von dem Wagen erfasst, wie die Polizei mitteilte.

Polizei fasst einen der Täter, der andere ist flüchtig

Der 38-jährigen stirbt kurze Zeit später. Der Verstorbene hatte in Mönchengladbach gewohnt.

Die Polizei konnte den für den Unfall verantwortlichen Täter fassen. Es handelt sich um einen 28-Jährigen aus Schwalmtal. Der zweite Täter ist jedoch flüchtig.

Die Polizei sucht nun nach einem silbernen Seat mit Kennzeichen MG. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen. Zeugen werden dringend gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Straßenrennen mit Todesopfern mehren sich

Zuvor war es auch in Berlin und in Köln zu illegalen Autorennen mit Todesopfern gekommen. In Berlin hatten ein 23- und ein 27-Jähriger im Zuge eines Rennens einen 69-Jährigen Rentner getötet.

Dieser Fall hatte besonderes Aufsehen erregt, da im Prozess gegen die Täter erstmals eine lebenslängliche Haftstrafe verhängt wurde.

Die Staatsanwaltschaft hatte das Urteil damit begründet, dass die Täter gemeingefährliche Mittel eingesetzt und aus niedrigen Beweggründen gehandelt hatten.

Den Tod des Passanten hätten sie der Staatsanwaltschaft zufolge billigend in Kauf genommen. Auf fahrlässige Tötung stehen im Regelfall fünf Jahre Haft auf Bewährung.

Im Fall des Kölner Straßenrennens kam eine 19-Jährige Radfahrerin zu Tode. Die Studentin hatte sich auf dem Fahrradweg befunden, als das Auto des Täters sie mit 95 km/h erfasste.

Die 21- und 22-Jährigen waren zu Bewährungsstrafen und Sozialstunden verurteilt worden. Beide Parteien waren daraufhin in Revision gegangen.

Die Täter forderten einen Freispruch, während die Staatsanwaltschaft die Strafe als zu gering bezeichnete. Ein Freispruch ist jedoch unwahrscheinlich.

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(lp)