Angebotstricks und Werbeoffensive: Mit diesem Plan will Rossmann Konkurrent dm schlagen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
ROSSMANN DROGERIE
Rossmann will mit viel Werbung erreichen, dass die Deutschen in die Filialen kommen. | ullstein bild via Getty Images
Drucken
  • Rossmann läßt sich seine Werbung viel kosten
  • Die Drogeriekette gab im Vorjahr doppelt soviel aus wie der Rivale dm
  • Rossmann verfolgt damit einen Plan, der die Konsumenten in die Filialen treiben soll

"Attraktive Super-Spar-Tipps und Angebote erwarten Sie!", verspricht Rossmann den Kunden auf der Webseite. Mit Babynahrung, Sonnencreme und Vitamin-Brausetabletten zu Tiefstpreisen will die Drogeriekette die Deutschen in die Filialen und in den Online-Shop locken. Und mit viel, viel Werbung.

Denn Rossmann, so berichtet das Nachrichtenmagazin "Stern", gibt enorm viel für Marketing aus. Die Werbe-Analysten der Beratungsfirma Ebiquity haben das in Zahlen fest gemacht.

Ganze 17 Millionen Euro bezahlte die Kette im vergangenen Jahr für Werbung. 2010 waren es erst 7 Millionen Euro, die Rossmann für Zeitungsinserate, Prospekte, Fernsehspots, Internetwerbung und anderen Marketing-Maßnahmen springen ließ.

Rossmann bezahlt doppelt soviel wie dm für Werbung

Im hart umkämpften Markt der Drogerieketten hängt Rossmann mit diesen stolzen Zahlen den Konkurrenten dm klar ab. Nur halb so viel wie Rossmann gab dm im Vorjahr aus, schreibt der "Stern".

Der Grund: Die beiden Ketten sind zwar Rivalen. Doch verfolgen sie unterschiedliche Strategien, um die Aufmerksamkeit der Kunden für sich zu gewinnen.

So setze Rossmann klar auf den "Angebotstrick". "Die Drogeriekette bietet immer ab Montag einige Artikel, darunter auch viele Markenprodukte, zu besonders günstigen Preisen an", heißt es in dem "Stern"-Beitrag. Damit will Rossmann die Kunden in die Filialen locken und hofft darauf, dass die dann gleich weitere, weniger billige Artikel mitnehmen.

Nur wer davon weiß, holt sich tatsächlich auch die Schnäppchen

Der Plan geht aber nur auf, wenn die Kunden überhaupt wissen, dass sie diese Woche Zahnpasta oder Handcreme zu Spottpreisen bekommen. Das ist die Aufgabe der Werbeverantwortlichen bei Rossmann. Sie preisen die Schnäppchen immer wieder an - und müssen für die aggressive Werbe-Offensive tief in die Tasche greifen.

Der Rivale dm setzt hingegen auf Einkaufserlebnis und Eigenmarken. Zudem ist das Preisniveau des Sortiments kaum höher als jenes von Rossmann. Auch die Kunden wissen das.

Und kommen auch ohne Rekord-Werbebudget und Hammer-Schnäppchen in die dm-Filialen.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(lp)