Rechtsextremismus: Niedersächsischer Verfassungsschutz beobachtet AfD-Politiker

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Ein Mitglied der AfD in Niedersachse soll unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen. | Florian Gaertner via Getty Images
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  • Andreas-Dieter Iloff steht unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes
  • Der AfD-Lokalpolitiker soll durch "rechtsextremistische Tätigkeiten" aufgefallen sein
  • Auch Mitglieder der AfD-Nachwuchsorganisation "Junge Alternative" sollen im rechtsextremen Milieu aktiv sein

Andreas-Dieter Iloff, Kreischef der AfD aus dem niedersächsischen Diepholz, steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Das bestätigte eine Sprecherin der Behörde gegenüber der Zeitung "Neue Osnabrücker Zeitung".

"Iloff ist uns durch rechtsextremistische Tätigkeiten bekannt“, sagte sie zur Zeitung. Welche Tätigkeiten genau gemeint sind, wollte sie nicht weiter beschreiben.

Der Behörde fiel der Regionalpolitiker bereits in den 1990er Jahren auf. Damals gründete er den extremistischen Verein "Freundeskreis Deutschland e.V." mit. Der Verein sei heute zwar nicht mehr aktiv, schreibt die "Neue Osnabrücker Zeitung".

Iloff war auch außerhalb des Vereins rechtsextremistisch tätig

Aber der Verfassungsschutz habe bestätigt, dass Iloff auch ausserhalb des Vereines durch rechtsextremistische Tätigkeiten ins Visier der Ermittler kam.

Auch Mitglieder der AfD-Nachwuchsorganisation "Junge Alternative" sollen im rechtsextremen Milieu aktiv sein. Der Landesverfassungsschutz habe entsprechende Hinweise gesammelt, berichtet die Zeitung.

Mitglieder der AfD-Nachwuchsorganisation sollen Veranstaltungen der rechtsextremen Identitären Bewegung besucht haben.

Die Mutterpartei stehe in Niedersachsen hingegen nicht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes, stellt die Zeitung klar.

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(lp)