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17/06/2017 01:49 CEST | Aktualisiert 17/06/2017 01:59 CEST

Donald Trump hat Hunderte Millionen Dollar an Schulden - auch bei der Deutschen Bank

Noam Galai via Getty Images
Donald Trump soll unter anderem auch der Deutschen Bank Geld schulden.

  • Donald Trump gewährt Einblicke in seine Finanzen

  • Der US-Präsident schuldet der Deutschen Bank und anderen Finanzhäusern Millionen

  • Doch seine Kritiker verlangen weiterhin, dass der seine Steuererklärungen offenlegt

Erstmals als US-Präsident hat Donald Trump zumindest teilweise Einblick in seine Finanzen aus dem Jahre 2016 gegeben. Der Präsident reichte am 14. Juni ein Formular bei der Ethik-Organisation Office for Government Ethics ein, das diese am Freitag online zur Verfügung stellte.

Daraus ist zu ersehen, dass Trump über ein Firmengeflecht von 565 Einzelfirmen herrschte. Die meisten Chefposten gab er am 19. Januar 2017 zurück, einen Tag vor seiner Amtseinführung. Aus anderen Positionen hatte er sich dem Papier zufolge bereits früher zurückgezogen.

Trump steht bei der Deutschen Bank in der Kreide

Trump war zu der Offenlegung nicht verpflichtet. Genaue Angaben über seine finanzielle Situation oder über bestimmte Geschäfte sind daraus nicht ersichtlich. Er macht lediglich Angaben zu einer Bandbreite von Einnahmen und Ausgaben. Erkenntnisse sind daraus kaum zu gewinnen.

Deutlich wird, dass der US-Präsident Schulden in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar hat, darunter einen großen Teil bei Unternehmen der Deutschen Bank.

Trump-Gegner verlangen weiterhin seine Steuererklärung

Wie hoch diese genau sind, lässt sich aus den Unterlagen nicht erkennen. Der Journalist Hans Nichols schrieb auf Twitter, Trump schulde der Bank mindestens 130 Millionen US-Dollar:

Auch auf der Einnahmenseite sind die Angaben vage. Deutlich wird, dass er knapp 20 Millionen Dollar mit seinem neu eröffneten Trump-Hotel in Washington verdient hat.

Die Unterlagen sind nicht annähernd so genau wie ein Steuerbescheid, dessen Veröffentlichung Trump weiterhin schuldig bleibt. In den USA war es für US-Präsidenten sowie für Bewerber für das Amt bisher üblich, diese Unterlagen zu veröffentlichen. Kritiker von Donald Trump verlangen seit Monaten, dass dieser seine Steuererklärungen veröffentlicht.

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