Verbraucherschützer warnen: Thermomix soll zu schweren Verbrennungen führen

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THERMOMIX
Der Thermomix ist ein Küchen-Vollautomat. | GUILLAUME SOUVANT via Getty Images
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Thermomix - der beliebte Alleskönner für die Küche könnte in Australien schon bald Geschichte sein. Denn nach mehreren schweren Unfällen mit dem Gerät des deutschen Herstellers "Vorwerk“, hat sich die oberste Vebraucherschutzbehörde des Landes eingeschaltet.

Die Behörde will von der Justiz klären lassen, ob "Vorwerk“ gegen die gesetzlichen Regelungen verstoßen hat.

Schwere Verbrennungen in mindestens 14 Fällen

Hintergrund sind mindestens 14 Fälle, in denen Thermomix-Kunden beim Hantieren mit einem älteren Modell der Küchenmaschine, teils schwer verletzt worden sein sollen.

Nach Angaben der australischen Verbraucherorganisation mussten mindestens acht Kunden im Krankenhaus behandelt werden, nachdem sie mit dem Gerät hantiert hatten.

Erst im März war eine zweifache Mutter aus Sydney an Gesicht und Armen verletzt worden, als sie für ihre beiden Kinder eine Pasta kochen wollte. Das Gerät vom Typ TM31 machte "komische Geräusche“, dann "flog der Deckel von der laufenden Maschine“, wie die Mutter in einer Stellungnahme auf Facebook schreibt.

Danika Jones wurde von der kochend hießen Sauce getroffen und erlitt Verbrennungen zweiten Grades an Armen, Brust und Bauch. Sie kam sofort in die Notaufnahme.

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Die Frau erlitt Verbrennungen zweiten Grades. Credit: Facebook / Screenshot

"Das Küchengerät falsch verwendet"

Die Thermomix-Firma "Vorwerk“ bezog umgehend Stellung: "Wir gehen davon aus, das unser Küchengerät leider auch manchmal falsch verwendet wird", so der Sprecher des Unternehmens. Die Geschädigte sei zudem nicht zu einem Dialog bereit gewesen.

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300.000 Menschen verwenden den Thermomix in Australien. Tatsächlich sei dort mittlerweile die Dichtung des betroffenen Modells TM31 zurückgerufen worden.

Die Verbraucherschutzbehörde ACCC legt Vorwerk jetzt zur Last, zu spät über die Vorfälle unterrichtet zu haben. Denn nach australischem Gesetz muss binnen 48 Stunden darüber informiert werden, wenn es Probleme gibt.

Zudem soll der Thermomix-Hersteller nach Bekanntwerden der Probleme versucht haben, mit Sondervereinbarungen Kundenrechte auszuhebeln.

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(ujo)