Sonderermittler Mueller nimmt nun Trumps Schwiegersohn Kushner ins Visier

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Sonderermittler Mueller nimmt nun Trumps Schwiegersohn Kushner ins Visier | Jonathan Ernst / Reuters
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  • Bei Sonderermittler Robert Mueller steht US-Präsident Donald Trump seit Mittwoch im Fokus der Russland-Ermittlungen
  • Seit Donnerstag untersucht Mueller nun auch die Geschäfte von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, sagt ein Medienbericht

Wie der Vater, so der Schwiegersohn? In der Russland-Affäre hat der Sonderermittler Robert Mueller einem Bericht zufolge die geschäftlichen Beziehungen von Jared Kushner ins Visier genommen. Bereits seit Mittwoch steht US-Präsident Donald Trump selbst im Fokus von Muellers Ermittlungen.

Die Bundespolizei soll unter Führung Muellers herausfinden, ob Russland die US-Wahlen 2016 manipulierte und ob es Absprachen zwischen dem Kreml und Trumps Wahlkampfteam gab.

Mueller untersuche nun die Finanzen und geschäftliche Tätigkeiten von Kushner, Trumps Schwiegersohn, berichtete die US-Zeitung "Washington Post" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Kushners Anwalt: "Entspricht gängiger Praxis"

Kushner hatte sich vor Trumps Amtsantritt mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak sowie einem Moskauer Bankier getroffen. Deswegen soll er mit im Fokus der Ermittlungen des FBI stehen.

Ein Anwalt Kushners sagte der "Washington Post", man wisse nicht, worauf sich der Bericht beziehe. "Es würde der gängigen Praxis entsprechen, dass ein Sonderermittler finanzielle Unterlagen überprüft, um nach Verbindungen zu Russland zu suchen", hieß es in einer Stellungnahme des Anwalts Jamie Gorelick.

Kushner habe sich bereits dazu bereit erklärt, dem Kongress Auskunft über alles zu geben, was er zu Russland wisse. Er werde dasselbe bei jeder anderen Untersuchung tun.

Kushners Anwalt: "Entspricht gängiger Praxis"

Bereits seit Mittwoch steht Trump im Fokus von Muellers Ermittlungen zu möglichen Verbindungen nach Russland. Er will nun abklären, ob Trump Justizbehinderung vorgeworfen werden könne.

Der US-Präsident wehrte sich gegen die Vorwürfe: "Sie haben eine faule Geschichte zu Absprachen mit den Russen erfunden, jetzt versuchen sie es mit Justizbehinderung bei ihrer erfundenen Geschichte. Hübsch", schrieb er auf Twitter.

Doch nach wie vor ist offen, warum Trump selbst noch nicht viel zur Beantwortung von drängenden Fragen beigetragen hat. Warum traf sich Kushner mit russischen Offiziellen und Bankern - ohne dies zu deklarieren?

Genau das könnte nun Mueller herausfinden.

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