Wegen Ramadan konnten Muslime beim Londoner Hochhaus-Inferno am schnellsten reagieren

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Bei dem Feuerinferno in einem Hochhaus in London sollen Muslime zuerst reagiert haben. So konnten sie mutmaßlich zahlreichen Bewohnern das Leben retten oder sie vor Verletzungen bewahren.

Zeugen erklärten der britischen Zeitung "The Independent", dass es muslimische Bewohner waren, die das Feuer zuerst bemerkten.

Aus einem simplen Grund: Als das Feuer ausbrach waren sie, anders als die meisten anderen Bewohner, noch wegen des Fastenmonats Ramadan wach, um gemeinsam zu beten und zu essen. Andere waren auf dem Nachhauseweg vom Nachtgebet.

"Wenn die jungen muslimischen Jungs nicht gewesen wären, die aus den Moscheen kamen und sofort halfen, hätte es noch viel mehr Tote gegeben", erklärte eine Betroffene der Zeitung.

Muslime halfen zuerst mit Wasser und Kleidung

Muslime seien es auch gewesen, die den geflüchteten Bewohnern als Erste mit Wasser und Kleidung geholfen hätten. Aus diesem Grund beschwerte sich auch die Zeugin: Muslime seien immer nur dann ein Thema, wenn etwas Schlimmes passiert ist, aber nicht, wenn sie Gutes tun würden.

Zahlreiche Bewohner erklärten, dass sich in dem von verschiedenen Nationalitäten bewohnten Hochhaus eine gute Nachbarschaft gebildet hatte.

In dem 24-stöckige Sozialbau mit 120 Wohnungen im Zentrum Londons war am Mittwoch ein verheerender Brand ausgebrochen. Dabei starben mindestens 17 Menschen. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden mindestens 79 Menschen im Krankenhaus behandelt.

Das Feuer loderte über Stunden, das Hochhaus brannte völlig aus. Experten vermuten, dass der Brandschutz des frisch renovierten Gebäudes versagt hat und zudem unzureichend war.

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(ben)