"Haben Riss in der Schüssel": Grünen-Chef Özdemir teilt gegen Linkspartei aus

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CEM OEZDEMIR
Grünen-Chef Cem Özdemir erteilt Rot-Rot-Grün eine Absage | Thomas Trutschel via Getty Images
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  • Cem Özdemir erteilt Rot-Rot-Grün im Bund eine Absage
  • Die Linkspartei sieht er vor allem als Populisten

Der Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hält eine Bundesregierung aus SPD, Linken und Ökopartei nach der Wahl für ausgeschlossen.

Die Linkspartei habe sich bei ihrem zuletzt abgehaltenen Parteitag für eine Bundeskoalition unmöglich gemacht, sagte er dem Wirtschaftsmagazin "WirtschaftsWoche".

Özdemir geht auf Distanz zu Rot-Rot-Grün

Özdemir bezog sich darauf, dass die Delegierten dort Russlands Präsident Putin lobten und die Geltung der Menschenrechte relativierten. "Mit uns gibt es keinen linken Populismus. Wer sich progressiv nennt und Putin anhimmelt, hat einen Riss in der Schüssel."

Damit distanzierte er sich und seine Partei vor deren am Freitag beginnenden Bundesversammlung klar von Rot-Rot-Grün.

Özdemir: Noch ist die Wahl völlig offen

Auch wenn die Ökopartei in Umfragen seit geraumer Zeit knapp hinter Liberalen, Linkspartei und AfD liegt, ist nach Aussage des Parteichefs vor der Bundestagswahl Ende September noch alles offen: "Wir liefern uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Linke, FDP und AfD."

Die Grünen strebten den Platz hinter Union und SPD an: "Bei Platz 3 geht es um die Ausrichtung des Landes." Außer mit der AfD haben die Grünen bisher keine Koalition mit anderen Parteien ausgeschlossen, die Chancen auf Einzug in den Bundestag haben.

Mehr zum Thema: "Hätten populistischer sein müssen": Grünen-Chef Özdemir redet sich nach NRW-Wahlschlappe um Kopf und Kragen

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