"Größte Hexenjagd in der US-Geschichte": Trump reagiert auf Ermittlungen gegen ihn

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TRUMP WHITE HOUSE
US-Präsident Donald Trump | Jonathan Ernst / Reuters
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  • Wie die Zeitung "Washington Post" berichtet, wird jetzt gegen Trump ermittelt
  • Der US-Präsident wehrt sich nun auf Twitter gegen die Vorwürfe

US-Präsident Donald Trump hat sich am Donnerstag gegen Vorwürfe zur Wehr gesetzt, er habe die Justiz behindert.

"Sie haben eine faule Geschichte zu Absprachen mit den Russen erfunden, jetzt versuchen sie es mit Justizbehinderung bei ihrer erfundenen Geschichte. Hübsch", schrieb Trump auf Twitter.

Und legte heftig nach: "Ihr werdet gerade Zeuge der größten Hexenjagd in der amerikanischen Geschichte - sie wird von einigen bösen und gestörten Menschen betrieben! Make America Great Again"

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Trumps Anwalt beschimpft die Medien

Tags zuvor war bekannt geworden, dass der vom Justizministerium eingesetzte Sonderermittler Robert Mueller auch direkt gegen Trump wegen möglicher Justizbehinderung ermittelt. Der Bericht ist bisher aber nicht bestätigt.

Die Untersuchungen seien aufgenommen worden, kurz nachdem Trump FBI-Chef James Comey entlassen hatte. Comey hatte erklärt, er sei nach seiner Auffassung wegen der Ermittlungen in der Russland-Affäre entlassen worden.

Bereits am Mittwoch hatte der Trump-Anwalt Marc Kasowitz eine Stellungnahme verbreiten lassen. "Das Enthüllen von Informationen des FBI über den Präsidenten ist ungeheuerlich, unentschuldbar und illegal", heißt es in einer Stellungnahme.

In den politischen Kreisen Washingtons werden die Ermittlungen als "sehr gefährlich" für den Präsidenten eingestuft.

"Sehr gefährlich für den Präsidenten"

Der Republikaner Newt Gingrich twitterte: "Mueller legt ein Schleppnetz aus, um alles über Trumps Finanzen und das Leben des Präsidenten und das seiner Vertrauten herauszufinden. Sehr gefährlich."

Gingrich selbst gilt als Vertrauter Trumps. Er veröffentlichte erst kürzlich eine Biographie über den Präsidenten.

Politische Beobachter sehen in Trumps Tweet eine Bestätigung, dass tatsächlich gegen ihn ermittelt wird. So twitterte Kyle Griffin, Journalist beim TV-Sender MSNBC: "Trumps Tweet scheint zu bestätigen, dass gegen ihn ermittelt wird."

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