Der mutmaßliche Schütze von Washington hasste Trump - und fiel bereits mit Gewalttaten auf

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Der mutmaßliche Schütze von Washington hasste Trump - und fiel bereits mit Gewalttaten auf | DERIK HOLTMANN/BELLEVILLE NEWS-DEMOCRAT
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  • Der mutmaßliche Schütze von Washington hat offenbar eine gewalttätige Vergangenheit
  • Laut Beiträgen in den sozialen Medien hasste er die Republikaner, Präsident Trump und auch Hillary Clinton

Ein 66-jähriger Mann hat am Mittwoch auf Politiker der republikanischen Partei geschossen. Er verletzte den Republikaner Steve Scalise, einen Mitarbeiter des Politikers sowie zwei Polizisten. Der mutmaßliche Schütze erlag schließlich im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Wie nun bekannt wird: Der Mann hasste offenbar die republikanische Partei, den US-Präsidenten Donald Trump und dessen Konkurrentin im Wahlkampf, Hillary Clinton.

Einträge in den sozialen Medien zeigen das bizarre Innenleben eines fanatischen Politikbeobachters. Er war ein Anhänger des Demokraten Bernie Sanders.

Online verfügbare Gerichtsakten zeigen zudem: Der Mann hatte eine gewalttätige Vergangenheit.

"Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit Republikanern"

Zwei Facebook-Seiten sollen dem mutmaßlichen Schützen gehören. Sie sind nun nicht mehr öffentlich einsehbar.

Er erstellte etwa eine Petition auf Facebook. Darin verlangte er, eine Untersuchung gegen Clinton und die nationale Organisation der Demokratischen Partei solle eröffnet werden - wegen Wahlbetrugs.

Er veröffentlichte zudem ein Bild von Sanders. Es zeigt den demokratischen Politiker als "Uncle Sam", die bekannte symbolische Verkörperung der USA. Dazu kommentierte der Mann: "Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit Republikanern".

Körperverletzung und Sachbeschädigung

Gerichtsakten lassen vermuten, dass der Mann eine gewalttätige Vergangenheit hatte. Er wurde 2006 wegen Verdachts auf Körperverletzung festgenommen. Er wurde darüber hinaus angeklagt wegen häuslicher Gewalt, Sachbeschädigung und weil er rücksichtslos mit einer Waffe um sich gefeuert hatte.

Laut einem Polizeibericht wurde der Mann angeklagt, weil er damals eine Frau mit der Faust ins Gesicht geschlagen hatte.

Als der Freund der Frau ihn stellte, soll er ihn mit einer Waffe bedroht haben, bevor er ihm mit einem Holzstock auf den Kopf schlug. Im Bericht steht weiter, der Freund sei daraufhin geflohen, der Mann habe in alle Richtungen geschossen.

Danach sei er auf seine eigene Tochter losgegangen, die bei den beiden Attackierten zuhause gewesen sei. Er habe sie an den Haaren gepackt und über den Boden gezerrt.

Bernie Sanders distanziert sich

Als eine weitere Frau versuchte zu fliehen, soll er ihren Wagen beschädigt haben. Der Mann wurde verhaftet, die Anklage wurde fallengelassen. Die Polizei stellte ein Messer und eine Schrotflinte sicher.

Bernie Sanders distanzierte sich von dem Vorfall in Washington am Mittwoch. "Lassen Sie mich so deutlich sein, wie ich kann. Gewalt ist in unserer Gesellschaft nicht akzeptabel und ich verurteile diese Tat. Echter Wandel kann nur durch nicht-gewalttätige Handlungen passieren, alles andere läuft unseren amerikanischen Werten zuwider."

Dieser Artikel erschien zuerst auf der HuffPost US und wurde von Leonhard Landes in Deutsche übersetzt und editiert.

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