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14/06/2017 11:58 CEST | Aktualisiert 14/06/2017 12:10 CEST

Polizeigroßeinsatz im Ruhrgebiet: 20 Männer liefern sich wilde Schlägerei - dann zückt einer eine Waffe

Heiko119 via Getty Images
20 Personen sollen an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein

  • In der Kleinstadt Oer-Erkenschwick im Ruhrgebiet fallen am Dienstagabend mehrere Schüsse

  • Etwa 20 Menschen sollen in Streit geraten sein, es gibt Verletzte

  • Die Polizei fahndet mit einem Großaufgebot nach Beteiligten. Die Gesuchten könnten bewaffnet sein

Nach einer Schießerei im Ruhrgebiet mit vier verletzten Männern fahndet die Polizei nach mehreren Beteiligten. Die Gesuchten könnten bewaffnet sein, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen.

Bei der Auseinandersetzung am Dienstagabend in der Kleinstadt Oer-Erkenschwick waren etwa 20 Menschen dabei.

Nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen sind zwei verfeindete Gruppen gegen 19 Uhr an der Ludwigstraße aufeinandergetroffen.

Vier Personen wurden bei der Auseinandersetzung verletzt

Es entwickelte sich ein Streit, der im weiteren Verlauf zu Schlägen mit diversen Schlagwerkzeugen führte. Ein Beteiligter zog während der Auseinandersetzung eine Waffe und gab Schüsse ab. Anschließend flüchtete er. Nach dem Mann und weiteren Beteiligten wird gefahndet.

Zehn Beteiligte seien noch vor Ort in Gewahrsam genommen worden. In welcher Form sie in den Streit verwickelt sein könnten, war zunächst unklar.

Die vier Verletzten seien nicht in Lebensgefahr, sagte der Polizeisprecher am Morgen. Ihr Zustand sei stabil. Zwei der Opfer seien durch Schüsse schwer verletzt worden, die beiden anderen hätten Schlagverletzungen erlitten.

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Verstoß gegen das Waffengesetz und Sachbeschädigung

In der Nacht war ein Großaufgebot an Einsatzkräften in der Stadt unterwegs. Neben einer Hundertschaft setzte die Polizei auch ein Spezialeinsatzkommando und einen Hubschrauber ein.

Nähere Details zum Hintergrund der Schießerei sowie zum Hergang nannte die Polizei zunächst nicht. Die Ermittler verfolgten "diverse Ermittlungsansätze", hieß es am Morgen.

Ein Video, das die Schießerei zeigen soll und im Internet kursiert, werde geprüft. Eine Mordkommission wurde eingerichtet. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Verstoß gegen das Waffengesetz und Sachbeschädigung dauern an.

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(ben)