Renault verkauft passend zum Auto Nagellack - nun beschwert sich das ganze Netz darüber

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NAGELLACK
Renault macht jetzt auch Nagellacke und erntet heftige Kritik | renault
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Es ist doch tatsächlich ein bisschen schwer zu glauben: Renault verkauft jetzt Nagellack - passend zu ihrem Twingo. Grundsätzlich nicht schlimm, sondern nur fragwürdig. Doch der neue Werbespot, der extra für diesen PR-Gag gedreht wurde, ist mehr als sexistisch.

“Gemeinsam mit der französischen Kosmetikmarke De Blangy bringt Renault jetzt ein neues Accessoire heraus: Den Twingo Nagellack. Dieser erlaubt es den Fahrerinnen, sich die Nägel in der selben Farbe wie ihr Twingo zu lackieren”, erklärt der neueste Werbespot der Automarke.

Schnelle Problemlösung aus der Handtasche

Außerdem ermöglicht er es Frauen und schlechten Fahrerinnen, kleine Kratzer im Autolack ganz schnell und ohne Umschweife auszubessern. Ja, richtig gehört.

Renault suggeriert nicht nur mit seinem Werbespot, dass Frauen schlechte Autofahrerinnen sind, sondern unterstellt es ihnen sogar ganz deutlich.

Renault findet seine Erfindung selbstverständlich unheimlich einfallsreich. Im Spot rät das Unternehmen, den Lack gut zu verstecken, damit der Partner ihn nicht eventuell noch klaut.

Er ist in vier Farben erhältlich

Seit dem 12. Juni kann man den Lack im Online Shop des französischen Autoherstellers für satte 8,90 € erwerben.

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Credit: Renault Webshop

Das Netz tobt

Im Netz - allen voran auf dem Kurznachrichtendienst “Twitter” - wird der Werbespot zerrissen. Das Netz tobt. Stimmen gegen Sexismus werden laut.

Der Wunsch, dass das alles ein sehr verspäteter Aprilscherz ist, wird geäußert. Eine andere Nutzerin kommentiert, dass es im 21. Jahrhundert doch nicht normal sein kann, dass Frauen auf diese Art und Weise degradiert werden.

Neuestes Sommer Must-Have: Nagellack

Nach einem Bericht der französischen Gratiszeitung “20 Minutes” hat die Pressestelle des Autoherstellers eine offizielle Stellungnahme abgegeben, in der sie erklären, dass sie in dem Werbespot niemanden angreifen oder diskriminieren wollen:

“Der Lack sollte dazu da sein, kleine Kratzer am Auto schnell zu vertuschen. Das Ziel war es, unseren Kunden viel unnötigen Ärger und vor allem Kosten zu ersparen. Nämlich Frauen als auch Männer”, so das Statement von Renault.

Das hat, wie man nun sehen kann, eindeutig nicht so gut funktioniert.

Dieser Artikel ist ursprünglich in der HuffPost France erschienen und wurde aus dem Französischen von Lisa Radda übersetzt.

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(mm)

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