Die Nasa schickte einen Zwilling ins All – bei der Rückkehr unterscheidet er sich plötzlich von seinem Bruder

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

Der amerikansiche Astronaut Scott Kelly war für fast ein Jahr im All. Vergangenes Jahr ist er, nach 340 Tagen auf der Raumstation ISS, auf die Erde zurückgekehrt. Ziel des langen Aufenthaltes war es unter anderem, mehr über die physischen und psychischen Einflüsse des Alls auf den Menschen herauszufinden. Die Nasa will so Menschen besser auf längere Weltraumreisen, wie etwa zum Planeten Mars, vorbereiten.

Teil der Studie ist auch Scotts Zwillingsbruder Mark

Mark war selbst früher Astronaut. Er diente den Forschern als biologische Referenz, um genetische Veränderungen bei seinem Bruder Scott festzustellen.

Bei der Auswertung fanden die Forscher im Rahmen der “Nasa Twin Study“ Indizien dafür, dass Weltraumreisen Menschen ein längeres Leben bescheren könnten. Scott ist nämlich im Vergleich zu seinem Zwillingsbruder Mark während seiner Zeit im All langsamer gealtert.

Eine weitere Studie soll das Phänomen klären

Die Forscher beobachteten demnach, dass die sogenannten Telomere, die sich am Ende der Chromosomen eines Menschen befinden, bei Scott während des Aufenthaltes im All länger geworden sind. Die Länge der Telomere wird von Forschern mit der Lebenserwartung eines Menschen in Zusammenhang gebracht. Im Laufe eines Menschenlebens werden diese nämlich immer kürzer.

Auf der Erde angekommen, schrumpften Scotts Telomere wieder auf die Größe von denen seines Bruders Mark. Mit einer weiteren Studie wollen die Forscher dieses Phänomen erklären. Laut der Zeitung “Welt“ soll sie frühestens im Jahr 2018 fertig werden.

Auch optisch kann zwischen den beiden Zwillingen ein Altersunterschied erahnt werden, obwohl Mark lediglich sechs Sekunden älter ist als sein Bruder Scott.

Aufnahmen der beiden seht ihr oben im Video.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg