Eine Österreicherin geht Blut spenden, danach verändert sich ihr Leben völlig

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GRAZERIN
Das Leben der Grazerin änderte sich dramatisch. | facebook
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Doris Grünwald kam am 31. Oktober 1990 als Frühchen im Grazer Landeskrankenhaus zur Welt. Erst rund 20 Stunden nach der Geburt brachten die Krankenschwestern das Neugeborene das erste Mal zu seiner Mutter.

Innerhalb dieses kurzen Zeitraums ist dem LKH wohl ein gravierender Fehler passiert.

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Denn als das Mädchen 22 Jahre später Blutspenden geht, kommt ein schockierendes Detail ans Licht: Sie kann nicht das leibliche Kind ihrer Eltern sein. Denn sie hat eine ganz andere Blutgruppe.

Anfang 2016 geht die Familie an die Öffentlichkeit

Nach der Untersuchung und dem Blutergebnis wollte die Familie das andere Mutter-Tochter-Paar finden. Aus diesem Grund wandten sie sich an die Öffentlichkeit und machte die unglaubliche Geschichte publik.



Familie Grünwald ist überzeugt, dass der Fehler beim Spital liegt: Das Personal dort hätte die Babys in den ersten Stunden nach der Geburt verwechselt, lautet ihr Vorwurf.

Jetzt ist der Fall vor Gericht

Der Fall hat es bis vors Landesgericht für Zivilrechtssachen geschafft. Dabei wurde die Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) angeklagt, grob fahrlässig gehandelt zu haben.

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Der Familie wurde jetzt in erster Instanz Recht gegeben und sie erhält 90.000 Euro Schmerzensgeld. Des Weiteren muss die KAGes für sämtliche zusätzliche Kosten, sowie für die Adoptionskosten aufkommen.

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(mm)