Warum in dieser Woche 4000 Kühe in Katar gelandet sind

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QATAR SKYLINE
Ein Unternehmer ließ 4000 Kühe nach Katar einfliegen | Tim de Waele via Getty Images
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  • Ein katarischer Geschäftsmann will 4000 Kühe in das Land einfliegen lassen
  • Mit dieser Aktion protestiert er gegen das Handels-Embargo, das die Nachbarländer gegen das Emirat verhängt haben
  • Der Abbruch der Beziehungen hatte unter anderem zu einem Mangel an Frischmilch in Katar geführt

Es ist Moutaz Al Khayyats persönlicher Protest: Der Vorsitzende der in Doha ansässigen Power International Holding will rund 4000 Kühe aus Amerika und Australien nach Katar einfliegen lassen.

Mit dieser Aktion greift der Unternehmer direkt in den Konflikt zwischen Katar und dessen Nachbarländern ein.

Katar hatte zuvor den Großteil seiner Milchprodukte aus Saudi-Arabien importiert. Nach dem Abbruch der Handelsbeziehungen kam es deshalb zu einer Frischmilch-Krise, berichtet die Nachrichtenseite "Bloomberg".

Rund 60 Flüge wären erforderlich, um die knapp 600 Kilo schweren Tiere einzufliegen. Durchgeführt wurden sie von Quatar Airlines.

Nachbarländer beschuldigen Katar, militante Islamisten zu unterstützen

Katars Nachbarländer, allen voran Saudi-Arabien, hatten das Land beschuldigt, militante Islamisten finanziell zu unterstützen. Das Scheichtum hatte diese Vorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

Daraufhin hatten die Nachbarländer die Handelsbeziehungen zu Katar abgebrochen. Die Grenzen zu Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate wurden geschlossen.

Der Konflikt beunruhigt auch über die Landesgrenzen hinaus die Politik. Außenminister Sigmar Gabriel hatte nun davor gewarnt, das die diplomatische Krise um das Emirat in einem Krieg resultiere könnte.

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