In einer Stunde von Berlin nach München: Hyperloop One plant 9 Strecken in Europa

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HYPERLOOP ONE
Mit der menschlichen Rohrpost durch Deutschland - Hyperloop One plant 9 Strecken in Europa | Monica Almeida / Reuters
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  • Das US-Unternehmen Hyperloop One hat neun Strecken seines Transportsystems für Europa vorgestellt
  • Der Hochgeschwindigkeitszug soll in einem Ring in Deutschland verkehren

Von Berlin nach München in unter einer Stunde: Was bisher nur mit dem Flugzeug möglich ist, soll bald auch eine Art menschliche Rohrpost schaffen. Das amerikanische Unternehmen Hyperloop One hat kürzlich neun potentielle Strecken in Europa für seine Hochgeschwindigkeitszüge vorgestellt.

Darunter sei auch ein Ring, der von Berlin über Leipzig, Nürnberg, München, Stuttgart, Frankfurt, Köln und Hamburg zurück in die Hauptstadt führt, wie das “Manager Magazin” berichtet.

Der Hyperloop geht zurück auf eine Idee von Tech-Milliardär Elon Musk. Die Passagiere werden dabei in Kapseln, die auf einem Luftkissen schweben, mit bis zu 1500 Kilometern pro Stunde durch eine Vakuumröhre transportiert.

Die Reise soll am Ende schneller als mit dem Flugzeug verlaufen, sowie billiger als mit der Bahn und insgesamt umweltfreundlich sein.

Das sind die vorgestellten Strecken


Neun mögliche Strecken hat Hyperloop One bei einer Konferenz in Amsterdam präsentiert. Sie sollen über 75 Millionen Menschen in 44 Städten verbinden und 5.000 Kilometer umspannen.

Bei den Plänen handelt es sich um die Strecken:

► Korsika-Sardinien (451 km)
► Estland-Finnland (90 km)
► Deutschland (1.991 km)
► Polen (415 km)
► Spanien-Marokko (629 km)
► Niederlande (428 km)
► UK-North-South Connector (666 km)
► UK-Northern Arc (545 km)
► UK-Schottland-Wales (1.060 km)

"Europa begrüßt neue Ideen im Transportwesen wie keine andere Region der Welt und genießt eine einzigartige Position, um den nächsten großen Sprung im Bereich Verkehrsmittel gemeinsam mit Hyperloop One zu wagen", sagte Shervin Pishevar, Mitgründer und Executive Chairman von Hyperloop One, in Amsterdam.

Pishevar fügte hinzu: "Unsere Vision ist es, eines Tages ganz Europa mit unserem Hyperloop-One-System zu verbinden und so den gesamten Kontinent zu vernetzen."

Hohe Kosten schrecken noch ab

Neben Hyperloop One arbeitet auch das Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies an den Hochgeschwindigkeitszügen. Das Unternehmen mit Sitz in Los Angeles kooperiert auch mit der Lufthansa in Berlin.

Eine Hürde für die neue Technologie sind die hohen Baukosten der Strecken. Laut einem Bericht der US-Wirtschaftsmagazins “Forbes” soll eine rund 170 Kilometer lange Strecke durch das Silicon Valley umgerechnet 8 bis 11,5 Milliarden Euro kosten.

Zum Vergleich: Die neue ICE-Trasse durch den Thüringer Wald hat 3,8 Milliarden Euro gekostet - auf einer Länge von 107 Kilometern.

Dank der effizienten Technologie verbraucht der Hyperloop pro Kilometer allerdings weniger Energie als traditionelle Verkehrsmittel. Auf lange Sicht könnte die "Rohrpost" ihre hohen Baukosten also wieder reinholen.

Mehr zum Thema: Zukunft des Reisens? Wie Münchner Studenten den Hyperloop bauen

Mit Material von ots

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