Schweres Erdbeben erschüttert den Westen der Türkei - ein Todesopfer

Veröffentlicht: Aktualisiert:
ERDBEBEN
Schweres Erdbeben erschüttert den Westen der Türkei - Menschen brechen in Panik aus | dpa
Drucken
  • In der Nähe der türkischen Metropole Izmir hat es am Montag ein Erdbeben gegeben
  • Selbst in Griechenland waren die Erdstöße noch zu spüren
  • Auf der griechischen Insel Lesbos kam eine Frau ums Leben

Ein Erdbeben hat am Montagnachmittag die Ägäisküste im Westen der Türkei erschüttert. Die türkische Katastrophenschutzbehörde Afad gab die Stärke mit 6,2 an. Nach Angaben des Erdbeben-Monitors des Helmholtz-Zentrums in Potsdam hatte das Beben sogar eine Stärke von 6,4.

Das Epizentrum lag nordwestlich der Millionenmetropole Izmir. Die Stöße waren noch in der rund 330 Kilometer entfernten Stadt Istanbul sowie in Griechenland zu spüren. Es kam zu Nachbeben.

Auf der griechischen Insel Lesbos ist eine Frau bei der Erschütterung ums Leben gekommen. Die Feuerwehr barg sie aus den Trümmern ihres Hauses, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA am Montagabend berichtete. Auf Lesbos wurden mindestens zwölf Menschen verletzt.

Ein Reporter der Nachrichtenagentur DHA berichtete, in Izmir seien Menschen in Panik auf die Straße gerannt, manche seien in Tränen ausgebrochen. Über Schäden war zunächst nichts bekannt.

Beben dauerte bis zu 20 Sekunden

Das Hauptbeben ereignete sich vor der Küste des Bezirks Karaburun in der Provinz Izmir. Bezirksbürgermeister Muhammet Özyüksel sagte dem Nachrichtensender CNN Türk, das Beben habe etwa 15 bis 20 Sekunden gedauert.

Es sei sehr stark gewesen. "So einen Stoß habe ich noch nie erlebt. Ich habe gedacht, das Gebäude stürzt ein", sagte er mit Blick auf die Bezirksverwaltung. Ihm lägen aber keine Angaben über Opfer oder Schäden vor. CNN Türk berichtete, in Karaburun sei nach dem ersten Beben ein Nachbeben mit einer Stärke von 4,9 verzeichnet worden.

Risse in Häusern auf der griechischen Insel Lesbos

Auch auf den griechischen Inseln Lesbos und Chios hat das Beben die Menschen in Angst versetzt. "Wir haben zunächst keine Meldungen über schwere Schäden oder Verletzungen. Es gibt aber mehrere Häuser, wo es kleinere und größere Risse gibt", sagte eine Reporterin des staatlichen Radiosenders von Lesbos, ERA-Nordägäis. Zu spüren waren die Stöße auf fast allen Inseln der Region bis hin zur griechischen Hauptstadt Athen.

Im europäischen Raum kommen die meisten Erdbeben in Italien Griechenland, den südlichen Teilen des Balkans sowie im Westen der Türkei vor.

Der größte Teil der schweren europäischen Beben ereignet sich nahe den Rändern von Afrikanischer und Europäischer Platte. Dort kann es zu Spannungen kommen, die zu Beben führen.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jp<br />
g

(mf)

Korrektur anregen