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11/06/2017 17:20 CEST | Aktualisiert 11/06/2017 17:25 CEST

Medienbericht: Trump will wegen Protesten auf Staatsbesuch in Großbritannien verzichten

POOL New / Reuters
Medienbericht: Trump will wegen Protest auf Staatsbesuch in Großbritannien verzichten

  • Laut einem Medienbericht will US-Präsident Donald Trump womöglich auf einen Staatsbesuch in London verzichten

  • Der Besuch ist hoch umstritten, 1,8 Millionen Briten hatten eine Petition dagegen unterzeichnet

Der US-Präsident und die britische Königin: Laut einem Medienbericht wird es dieses Bild nicht geben. Demnach wolle US-Präsident Donald Trump womöglich auf seinen umstrittenen Staatsbesuch in Großbritannien verzichten.

Er plane keine Reise, solange es Proteste gegen ihn in Großbritannien gebe, berichtete "The Guardian" am Sonntag. Die Zeitung berief sich auf einen nicht namentlich genannten Berater von Premierministerin Theresa May. Er soll das Telefonat zwischen Trump und May vor einigen Wochen mitgehört haben.

Ein Regierungssprecher sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Wir werden Spekulationen über die Inhalte eines privaten Telefongesprächs nicht kommentieren". Die Einladung stehe.

Trump sollte im Oktober kommen

May hatte den US-Präsidenten während ihres Besuchs in Washington Ende Januar im Namen der Queen eingeladen. Ein Termin für den Besuch wurde noch nicht genannt. Inoffiziell ist von Oktober die Rede.

Zehntausende Briten hatten schon gegen den Staatsbesuch demonstriert. Sie werfen May vor, sich mit der Einladung bei Trump anzubiedern. Mehr als 1,8 Millionen Briten sprachen sich zudem in einer Petition dafür aus, den Besuch mit allen zeremoniellen Ehren herabzustufen.

Heftige Kritik aus Großbritannien

Frühere US-Präsidenten wurden oft erst Jahre nach ihrem Amtsantritt mit dem vollen Pomp des Königshauses empfangen. Zum Staatsempfang gehört neben einer Prozession in einer goldenen Kutsche auf Londons Paradestraße "The Mall" auch ein Staatsbankett im Buckingham-Palast. Scotland Yard rechnet mit Zehntausenden Demonstranten.

Auch der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hält einen Staatsbesuch des US-Präsidenten für unangemessen. Nach den Terroranschlägen in London waren die beiden in Streit geraten.

Trump hatte Khan über Twitter eine "armselige Ausrede" vorgeworfen - zuvor hatte der Bürgermeister gesagt, es gebe keinen Grund, wegen des erhöhten Polizeiaufgebots in der Stadt in Alarmstimmung zu verfallen.

Mehr zum Thema: Trumps Kleinkrieg auf Twitter mit dem Bürgermeister von London sorgt für Entsetzen

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