POLITIK
12/06/2017 05:53 CEST | Aktualisiert 12/06/2017 05:56 CEST

Eine Personalie in Mays neuer Regierung überrascht besonders

Chris J Ratcliffe via Getty Images
Theresa May macht überraschend Michael Gove zum Umweltminister

  • Nach ihrer Wahlschlappe stellt die britische Premierministerin Theresa May ihr neues Kabinett zusammen

  • Viel kann die geschwächte Regierungschefin nicht ändern

  • Doch mit der Personalie des Umweltministers überrascht sie

Nach ihrer Wahlschlappe hat die angeschlagene britische Premierministerin Theresa May ihr neues Kabinett gebildet.

Viel ändert sich nicht - Mays geschwächte Stellung innerhalb der Partei macht größere Umwälzungen in der Regierung unmöglich.

► Der bisherige Arbeitsminister Damian Green wurde am Sonntag zum Kabinettschef Mays und damit de facto zu ihrem Stellvertreter befördert.

► May bestätigte Liam Fox als Handelsminister, Justine Greening für das Bildungsressort und Greg Clark als Wirtschafts- und Energieminister.

►Zuvor war aus der Downing Street bereits bekannt geworden, dass unter anderem Schatzkanzler Philip Hammond, Innenministerin Amber Rudd, Verteidigungsminister Michael Fallon und Außenminister Boris Johnson im Amt bleiben werden.

►Die größte Überraschung: Als Umweltminister berief May ihren alten Widersacher Michael Gove. Bei ihrem Amtsantritt im vergangenen Jahr hatte sie den Brexit-Befürworter aus dem Kabinett gefeuert.

"Ich war ziemlich überrascht, muss ich zugeben. Ich habe wirklich nicht mit dieser Aufgabe gerechnet", sagte Gove dem TV-Sender Sky News.

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Die Regierungschefin sah sich gleichzeitig aber Angriffen von Parteikollegen ausgesetzt, während sich andere hinter sie stellten.

May betonte am Sonntag, sie werde trotz des schlechten Abschneidens ihrer Konservativen im Amt bleiben. Auf die Frage, ob sie sich lediglich als Übergangsregierungschefin sehe, sagte sie: "Ich habe im Wahlkampf gesagt, wenn ich gewählt werde, habe ich die Absicht, eine volle Amtszeit abzuleisten."

Außenminister Johnson dementierte am Sonntag, dass er einen Sturz Mays orchestrieren und für ihren Posten an der Parteispitze kandidieren wolle.

Einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Mail on Sunday" nannte er auf Twitter "Mumpitz". "Ich unterstütze Thersa May", versicherte er. "Lasst uns weiterarbeiten."

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