Neue Studie zu Aluminium im Deo: So krebsauslösend ist es wirklich

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Neue Studie zu Aluminium im Deo: So Krebsauslösend ist es wirklich | iStock
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Seit Monaten hört man es überall, schon junge Mädchen warnen sich gegenseitig besorgt beim Deodorant-Kauf in Drogerie-Geschäften: Nimm bloß nicht das Deo mit Alu!

Der Stoff war bis vor wenigen Jahren in den meisten handelsüblichen Deos enthalten. Seit Studien jedoch gezeigt haben, dass Aluminium möglicherweise Brustkrebs auslösen kann, nehmen immer mehr Hersteller Abstand davon. Mittlerweile werden Deos im Drogerie-Regal mit "0 Prozent Aluminium!" beworben. Bis heute sind sich Experten jedoch uneinig über einen Zusammenhang.

Wissenschaftler der Universität Innsbruck haben deshalb eine neue Studie durchgeführt, um herauszufinden, ob Aluminium-haltige Deos tatsächlich die Entstehung von Brustkrebs fördern können. Das Ergebnis: Auch sie können keine Entwarnung geben.

Vor allem junge Frauen gefährdet

Wenn junge Frauen, vor allem Mädchen, sehr häufig und mehrmals am Tag aluminiumhaltige Deos verwenden, kann das auch dieser Studie zufolge ihr Risiko erhöhen, an Brustkrebs zu erkranken. Die Studienergebnisse wurden auf der Homepage der Medizinischen Universität Innsbruck und im Fachmagazin "EBioMedicine“ veröffentlicht.

Die Wissenschaftler hatten die Daten von 209 Brustkrebs-Patientinnen und einer ebenso großen Gruppe von Frauen ohne Brustkrebs ausgewertet. 100 Brustkrebs-Patientinnen und 100 gesunden Frauen haben sie außerdem Gewebeproben entnommen und analysiert. Gleichzeitig haben sie die Frauen nach ihrer Deo-Nutzung befragt.

Die Auswertung der Daten ergab: Frauen, die in jungen Jahren mehrfach täglich Deos verwendet hatten, wiesen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko auf.

Mehr Aluminium im Brustgewebe erkrankter Frauen

Im Brustgewebe der an Brustkrebs erkrankten Frauen fanden die Wissenschaftler außerdem eine viel höhere Aluminiumkonzentration als in der Gruppe der gesunden Frauen. Auffällig: Das galt besonders für die Frauen mit Tumoren in Achselnähe.

Als endgültigen Beweis sehen die Wissenschaftler ihre Studie dennoch nicht. Aber: "Wir können keine Entwarnung geben, was die Verwendung von Deodorants mit Aluminiumsalzen angeht“, sagte Hanno Ulmer, der Leiter der Studie.

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(sk)