"Rock am Ring"-Veranstalter Lieberberg fordert bewaffnete Polizisten bei Konzerten

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  • "Rock am Ring"-Veranstalter Lieberberg plädiert für Polizeipräsenz bei Konzerten
  • Vergangene Woche mussten die Organisatoren "Rock am Ring" wegen einer Terrorwarnung unterbrechen

Nach der Terrorwarnung bei "Rock am Ring" fordert Veranstalter Marek Lieberberg eine Reaktion der Bundesregierung. Das Festival hatte nach einer "terroristischen Gefährdungslage" unterbrochen werden müssen.

Lieberberg fordert in der "Welt am Sonntag" mehr Sicherheitsmaßnahmen bei künftigen Konzerten: "Wir brauchen diese Präsenz bewaffneter Polizisten bei Konzerten. Sie ist notwendig, um die Veranstaltung zu schützen", sagte er (seine Aussagen seht ihr auch oben im Video).

Absolute Sicherheit könne es nicht geben. Die Polizisten, an Ein- und Ausgängen positioniert, würden jedoch das Sicherheitsempfinden der Besucher positiv beeinflussen, "das hat sich gerade bei Rock am Ring aber auch anderenorts gezeigt", sagte der 71-Jährige.

"Gesellschaft ist daueralarmiert"

Weiter sagte Lieberberg im Gespräch: "Unsere Gesellschaft ist inzwischen daueralarmiert." Die Appelle von Politikern, das gewohnte Leben aufrecht zu halten, reichten ihm nicht. Er fordert, den Sicherheitsapparat aufzustocken und die Prävention zu verbessern.

Bereits nach der Unterbrechung von "Rock am Ring" vergangene Woche hatte Lieberberg mit einer Rede polarisiert. Bei einer Pressekonferenz redete er sich in Rage und machte der Politik im Fall des Attentäters von Berlin, Anis Amri, schwere Vorwürfe.

Besonders seine Aussagen zum Islam machten Schlagzeilen. Lieberberg sagte, die Muslimen würde sich nicht deutlich genug vom islamistischen Terror distanzieren.

Das Festival war unterbrochen worden, nachdem zwei Aushilfskräfte des Festival-Teams bei einer Polizeikontrolle aufgefallen waren. Sie hätten nicht auf der Liste des Personals gestanden. Die beiden Männer sollen zur salafistischen Szene in Hessen gehören.

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(sk)