Bundeswehr-Skandal: Kanzlerin Merkel verteidigt von der Leyen gegen Kritik

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Bundeskanzlerin Merkel hat Ministerin von der Leyen gegen Kritik verteidigt
  • Merkel stellte jedoch auch klar, dass es "kritikwürdige Vorfälle" in der Bundeswehr gegeben habe
  • Ihre Videobotschaft seht ihr oben

Im Bundeswehr-Skandal hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hinter das Militär und auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gestellt.

In einer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft lobte Merkel die Arbeit der Bundeswehr als Garanten für die Sicherheit. Zugleich wies sie aber auch auf Verfehlungen hin: "Natürlich gab es in letzter Zeit Vorfälle, die auch kritikwürdig waren", sagte Merkel.

Über von der Leyen sagte Merkel: "Die Bundesverteidigungsministerin, Ursula von der Leyen hat darauf aufmerksam gemacht, dass die Dinge natürlich geklärt werden müssen; dass das wichtige Führungsprinzip, das Prinzip der Inneren Führung, auch überall durchgesetzt werden muss."

Oppermann: "Schlechteste Verteidigungsministerin seit der deutschen Einheit"

Die Bundeswehr hatte in den vergangenen Monaten mit Zwischenfällen wie angeblich sexuell-sadistischen Praktiken im Standort Pfullendorf und dem Fall des rechtsextremen und terrorverdächtigen Offiziers Franco A. Negativschlagzeilen erzeugt.

Der Koalitionspartner SPD kritisierte von der Leyen massiv. Fraktionschef Thomas Oppermann nannte die CDU-Politikerin in der "Bild"-Zeitung die "schlechteste Verteidigungsministerin seit der deutschen Einheit".

Nun hat Merkel offiziell Partei für von der Leyen ergriffen.

Merkel äußerte sich aus Anlass des "Tages der Bundeswehr", bei dem sich die Truppe am Samstag an bundesweit 16 Standorten der Öffentlichkeit präsentierte.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jp<br />
g

Korrektur anregen