Onkel, Bruder und Nachbar sollen 6-Jährige aus Bochum mehr als 100 Mal sexuell missbraucht haben

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Der Nachbar und der Bruder haben bereits gestanden (Symbolbild) | MattoMatteo via Getty Images
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  • Ein sechsjähriges Mädchen soll über 100 Mal missbraucht worden sein
  • Ihr Bruder, ihr Onkel und ein Nachbar sind tatverdächtig
  • Der Fall wird jetzt vor dem Bochumer Landgericht verhandelt

Das Bochumer Landesgericht beschäftigt sich in diesen Tagen mit einem besonders schweren Missbrauchsfall.

Drei Tatverdächtigen wird vorgeworfen, eine Sechsjährige über 100 Mal vergewaltigt zu haben.

Die mutmaßlichen Täter stammen aus dem engsten Bekanntenkreis. Der 28-jährige Bruder des Mädchens und der Nachbar der Familie haben bereits gestanden, das Kind missbraucht zu haben. Von dem Onkel des Mädchens liegt noch keine Aussage vor.

Dem umfassenden Geständnis des Bruders zufolge hat er das Mädchen mindestens einmal im Monat missbraucht. Die Intelligenz des jungen Mannes sei stark eingeschränkt.

Das Geständnis des Nachbarn fällt deutlich dürftiger aus. Eigenen Angaben zufolge kann er sich nicht vollständig an die Taten erinnern.

Als Grund dafür nennt er seinen erhöhten Alkoholkonsum. "Ich weiß nicht, warum ich es getan habe“, gab er vor Gericht an, wie "Der Westen" berichtet.

Die Mutter wusste über die Vergewaltigungen Bescheid

Die Ermittlungen haben ein besonders bizarres Detail ans Licht gebracht. Es wird vermutet, dass die Mutter über die Vergewaltigungen Bescheid wusste.

Möglicherweise war sie in zehn Fällen des sexuellen Missbrauchs sogar zugegen und hat den Taten zugesehen.

Die Frau streitet die Vorwürfe jedoch ab. Das Urteil wird voraussichtlich Ende Juni gesprochen.

Es ist nicht leicht, über derart schlimme Erfahrungen zu sprechen. Frauen, denen Ähnliches passiert ist, können sich jederzeit und kostenfrei an die Hotline des karitativen Vereins "Weisser Ring" unter 116 006 wenden. Der bundesweit tätige Opferverein unterstützt Menschen, die Opfer von Gewalt wurden.

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(ujo)

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