Trump bezichtigt Comey der Lüge – und würde das auch unter Eid wiederholen

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DONALD TRUMP
Trump schießt zurück. | BRENDAN SMIALOWSKI via Getty Images
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  • US-Präsident Trump wirft dem Ex-FBI-Direktor vor, Unwahrheiten zu verbreiten
  • Wenn nötig werde der Präsident das auch unter Eid wiederholen
  • Comey hatte gestern vor dem Senat über Gespräche mit Trump ausgesagt

US-Präsident Donald Trump hat die schweren Vorwürfe des Ex-FBI-Chefs James Comey in der Russland-Affäre als Unwahrheiten abgetan. Er würde das auch "zu 100 Prozent" unter Eid wiederholen, sollte es dem bedürfen, erklärte Trump am Freitagabend. Damit spitzt sich die Debatte um die mutmaßlichen Eingriffe des US-Präsidenten in die Arbeit der Geheimdienste zu.

► Trifft Trump eine Aussage unter Eid – und sie entpuppt sich als falsch, haben seine Gegner einen handfesten Grund, ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten. Jede unbedachte Aussage des Präsidenten könnte ihm so zum Verhängnis werden.

Trump behauptet, er habe Comey nie um die Einstellung der Ermittlungen gegen den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn gebeten. Der FBi-Chef hatte am Donnerstag erklärt, er habe entsprechende Aussagen Trumps als "Anweisung" verstanden.

"Keine geheimen Absprachen, keine Blockierung", sagte Trump zu den Vorwürfen, er habe Einfluss auf die Justiz nehmen wollen. "Er ist ein Leaker", schob er gegen Comey nach. Der hatte am Donnerstag zugegeben, Memos seiner Gespräche mit Trump über einen Freund an die "New York Times" weitergegeben zu haben.

Auf die Frage, ob es von den Gesprächen mit Comey Aufzeichnungen gebe, sagte Trump, dazu wolle er sich "in naher Zukunft“ äußern. Trump hatte das einst in einem Tweet angedeutet.

Comey reagierte am Donnerstag auf die vermeintlichen Tapes. "Gott, ich hoffe es gibt sie", sagte der entlassene Geheimdienstchef vor dem Ausschuss des Senats.

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