Sie zündeten einen Obdachlosen an: Fünf mutmaßliche Täter sind wieder auf freiem Fuß

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Es war ein Fall, der die Gemüter überall in Deutschland erregte. Am Heiligabend 2016 sollen sechs Männer einen Obdachlosen im Berliner U-Bahnhof Schönleinstraße angezündet haben.

Nun hat das Berliner Landgericht die Haftbefehle gegen fünf der Verdächtigen aufgehoben. Damit gab es am Freitag Anträgen der Verteidiger statt. Bislang saßen sechs Verdächtige in Untersuchungshaft. Sie kommen jetzt zunächst auf freien Fuß, der Prozess gegen sie geht aber weiter.

Nur gegen den 21-jährigen Hauptverdächtigen besteht noch ein Haftbefehl. Alle sechs mutmaßliche Täter aus Syrien und Libyen sind wegen Mordes angeklagt. Laut der Richterin kommt jedoch auch eine Verurteilung wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung bzw. Beihilfe in Betracht .

Für den Staatsanwalt ist dagegen das Mordmerkmal "Heimtücke“ erfüllt. Er fordert, bis zu 15 Jahre Knast für die fünf Jugendlichen, lebenslang für den erwachsenen Haupttäter. Der 37-jährige Obdachlose war nur durch das Eingreifen von Fahrgästen unverletzt geblieben.

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