LIFESTYLE
08/06/2017 15:18 CEST | Aktualisiert 08/06/2017 15:23 CEST

Sie dachte erst, sie sei schwanger - jetzt warnt sie vor einem oft übersehenen Symptom für Krebs

Cale Bevier / Facebook

2015 war Caly Bevier gerade von einem Familienurlaub in Orlando zurückgekehrt, als sie bemerkte, dass etwas mit ihr nicht stimmte. Ihr Bauch war aufgebläht, sie musste sich wiederholt übergeben und sie fühlte sich nur schrecklich.

Die damals 15-Jährige ging zum Arzt, um sich untersuchen zu lassen. Sie sei wohl schwanger, lautete die erste Diagnose. Doch Caly wusste, dass es das nicht sein konnte.

"Die Ärzte sagten mir, dass es sich sonst eigentlich nur um einen Tumor an den Eierstöcken handeln könne", sagte die Amerikanerin mit dem Magazin "People".

Eine verhängnisvolle Diagnose

Tatsächlich sollte Caly mit ihrer schrecklichen Vermutung recht behalten. Nach weiteren Untersuchungen diagnostizieren die Ärzte bei ihr einen fünf Pfund schweren Ovarial-Tumor. Schlimmer noch: Ein sogenanntes Typ-3-Karzinom - ein besonders aggressive Art von Tumor, der schnell Metastasen bildet.

Die junge Caly, die leidenschaftliche Cheerleaderin ist, musste drei Monate im Krankenhaus bleiben und sich insgesamt 21 Chemotherapien unterziehen.

Doch Caly hatte wahnsinniges Glück - und besiegte den Eierstockkrebs. "Nach den Behandlungen und kräftezehrenden Therapien sagten uns die Ärzte, dass der Krebs unserer Tochter endlich in Remission sei", sagte Adam Bevier, der Vater von Caly, dem "People"-Magazin. "Jetzt haben wir endlich die Gewissheit, sagen zu können, dass unsere Tochter ein Typ-3-Karzinom überlebt hat."

Caleys unermüdlicher Lebensmut half ihr, am Ende den Krebs zu besiegen und die harten Zeiten durchzustehen.

Optimismus und Überlebswille

"Ich habe mich selbst immer wieder daran erinnert, optimistisch zu sein", sagt sie. "In solch dunklen Zeiten merkt man oft erst, wie wichtig auch die kleinen Dinge im Leben sind - und das hat mich wirklich verändert."

Sie habe über ein Jahr einen Tumor in ihrem Körper gehabt und es einfach ignoriert. "Ich habe damals nicht darüber nachgedacht, weil es kein Problem für mich war."

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Das größte Problem bei Eierstock-Krebs ist, dass er oft nur durch einen Zufall diagnostiziert wird. Denn die Symptome seien äußerst diffus, sagte Dagmar Stein, Ärztin für Onkologie des ProMedica Krankenhauses in Toledo, dem "People"-Magazin.

"Man fühlt eigentlich erst etwas, wenn der Tumor eine beträchtliche Größe hat, doch da ist es für viele Frauen meistens schon zu spät", sagte Stein.

Eine Warnung an andere Frauen

Seit zwei Jahren ist die inzwischen 17-Jährige nun frei von Metastasen und auf einem guten Weg der Besserung. Jetzt möchte sie andere Frauen über die Gefahren von Ovarial-Krebs aufklären und für Vorsorge-Untersuchungen werben.

Durch die Musik möchte Caley nun die wichtige Nachricht verbreiten. Denn seit Ende 2015 hat sie eine Musikkarriere gestartet. Viele ihrer Auftritte bestreit sie auf Benefizkonzerten für Krebspatienten und ihre Angehörigen.

"Ich will, dass die Menschen durch meine Musik verstehen, wie wichtig das Thema Krebs ist", sagt sie. "Meine Geschichte soll andere inspirieren, den Kampf gegen den Krebs nicht zu verlieren, sich nicht selbst aufzugeben und ihr Leben in vollsten Zügen zu genießen."

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(lk)