19-jährige Radfahrerin stirbt durch ein illegales Autorennen - jetzt fordern die Raser Freispruch

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ILLEGAL RACE
Das illegale Straßenrennen der jungen Männer forderte das Leben einer Unbeteiligten | AlexLinch via Getty Images
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Es ist ein Fall, der empört und der noch für Diskussionen sorgen wird.

2015 rasten zwei 21- und 22-jährige Männer mit getunten Autos mit 95 Kilometern pro Stunde durch die Kölner Innenstadt.

Einer der Fahrer verlor die Kontrolle über sein Auto und überfuhr eine 19-jährige Fahrradfahrerin, die sich auf dem Radweg befand. Die Studentin starb wenige Tage später im Krankenhaus.

In einem ersten Gerichtsverfahren waren die Männer zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Jetzt will die Staatsanwaltschaft den Fall erneut aufrollen, weil ihr die Strafe zu gering erscheint. Die Staatsanwälte fordern eine Strafe ohne Bewährung.

Was viele Beobachter aber empört: Auch die Verurteilten wollen eine Revision - und fordern Freispruch. Ihnen ist die Bewährungsstrafe zu hart.

In seinem ersten Urteil begründete das Landgericht sein Urteil damit, dass es sich nicht um ein organisiertes Straßenrennen, sondern ein zufälliges Kräftemessen der jungen Männer gehandelt habe.

Im ersten Prozess zu einer Bewährungsstrafe verurteilt

Deshalb wurden die jungen Männer im April 2016 zu Bewährungsstrafen von einmal zwei Jahren und einmal einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Darüber hinaus wurde den Rasern der Führerschein entzogen und sie mussten Sozialstunden ableisten.

Nun werden die Richter erneut entscheiden müssen. Dass sie auf Freispruch entscheiden ist kaum vorstellbar.

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(ben)

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