POLITIK
08/06/2017 21:51 CEST | Aktualisiert 08/06/2017 21:52 CEST

Zur Wahl in Großbritannien bricht das Satiremagazin "Charlie Hebdo" erneut ein Tabu

Die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo“ sorgt mit ihrem neuen Titelblatt in Großbritannien für Empörung.

Die Satiriker zeigen darauf die geköpfte britische Premierministerin Theresa May. Die hat auf der Zeichnung ihr Haupt unter den Arm geklemmt und erhebt den Zeigefinger.

Dazu die Sprechblase: "Zu viel ist zu viel!“ Das französische Satiremagazin spielt damit wohl auf den erneuten tödlichen Terroranschlag in London am vergangenen Wochenende an.

Briten sind wütend

May hatte nach den islamistischen Angriffen versprochen, künftig härter gegen Terroristen vorzugehen.

Dazu sei sie auch bereit, Menschenrechte einzuschränken, um Terrorverdächtige länger festhalten oder schneller abschieben zu können, sagte May am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Slough, westlich von London.

"Wenn unsere Menschenrechtsgesetze uns daran hindern, dann werden wir diese Gesetze ändern, damit wir es tun können. Wenn ich am Donnerstag zur Premierministerin gewählt werde, beginnt diese Arbeit am Freitag."

Ein Brite kommentierte über den Tabubruch des Magazins: "Ich erinnere mich, Charlie Hebdo unterstützt haben, als sie angegriffen wurden, nur um jetzt beleidigt zu werden, wenn wir angegriffen werden.“

Bei einem Attentat auf das Satiremagazin starben im Januar 2013 17 Menschen. Die beiden Täter kommen später bei einer Polizeiaktion ums Leben. Zu dem Anschlag bekennt sich die Terrororganisation Al-Kaida.

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