Umfrage: Die Partei von Frankreichs Präsident Macron steht vor historischem Erfolg bei Parlamentswahlen

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EMMANUEL MACRON
Umfrage: Die Partei von Frankreichs Präsident Macron steht vor historischem Erfolg bei Parlamentswahlen | Stephane Mahe / Reuters
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  • Laut einer aktuellen Umfrage kann die Partei von Frankreichs Präsident Macron bei den Parlamentswahlen auf eine deutliche Mehrheit hoffen
  • En Marche könnte demnach 415 von 577 Sitze erreichen

Laut einer aktuellen Umfrage steuert Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei den Parlamentswahlen auf einen historischen Sieg zu.

Die Abstimmung gilt als erste große Herausforderung des neuen Präsidenten. Für seine ambitionierten Reformpläne benötigt er eine deutliche Mehrheit.

Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage von Ipsos Sopra-Steria ist die nun zum Greifen nah für Macron, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Seine Partei "La République en Marche" (LREM) könnte sich nach dem zweiten Wahlgang am 18. Juni bis zu 415 Sitze sichern. Zuletzt erreichte der frühere Präsident Charles de Gaulle 1968 solch eine deutliche Mehrheit.

Macron hat mit einem Skandal zu kämpfen

Die Parlamentswahlen in Frankreich erfolgen in zwei Wahlgängen. Für die erste Runde am 11. Juni kommt LREM laut der Umfrage auf 29,5 Prozent der Stimmen, dahinter folgen die konservativen Republikaner von Francois Fillon mit 23 Prozent, der rechtsextreme Front National mit 17 Prozent, die radikale Linke mit 12,5 Prozent und abgeschlagen die Sozialisten von Macrons Vorgänger mit 8,5 Prozent.

In der Stichwahl am 18. Juni könnte dann Macrons Partei 415 von 577 Sitze im Parlament erreichen. Die große Mehrheit würde dem 39-Jährigen die Durchsetzung seiner Wirtschaftspläne erleichtern.

Macron möchte unter anderem das Arbeitsrecht reformieren, seinen Plänen zufolge sollen Unternehmen mehr Befugnisse haben, Lohn und Arbeitszeit selbst festzulegen.

Zuletzt hatte der neue Präsident mit dem ersten Skandal seit Beginn seiner Amtszeit zu kämpfen. Seinem Wohnungsminister Richard Ferrand wird vorgeworfen, bei einem Immobiliengeschäft seine Lebensgefährtin bevorzugt und seinen Sohn womöglich im Parlament scheinbeschäftigt zu haben. Ferrand gilt als rechte Hand von Macron.

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