"Neuer Generationenvertrag": SPD stellt vier Kernpunkte ihres Rentenmodells vor

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"Neuer Generationenvertrag": SPD stellt vier Kernpunkte ihres Rentenmodells vor | Getty
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  • Die SPD hat am Mittwoch ihr Rentenkonzept vorgestellt
  • Das Eintrittsalter soll nicht erhöht werden, das Rentenniveau bei 48 Prozent stabilisiert werden
  • SPD-Chef Schulz und Arbeitsministerin Nahles betonten, die Kosten des Konzepts seien beherrschbar

Die SPD hat am Mittwoch in Berlin ihr Rentenkonzept vorgestellt. Eine verlässliche Rente sei nach den Worten von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ein Kernversprechen einer solidarischen Gemeinschaft.

Schulz nannte vier Kernpunkte des sozialdemokratischen Konzepts:

► Das Absinken des Rentenniveaus soll gestoppt werden. Das Niveau soll laut Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) bei 48 Prozent stabilisiert werden.

► Die SPD will eine sogenannte Solidarrente, die über der Grundsicherung liegt. Menschen sollten nicht im Alter in Armut leben müssen.

► Außerdem werde es mit der SPD keine Anhebung des Rentenalters geben. Schulz stellte klar: 67 Jahre sei das Maximum.

► Zudem wolle die SPD in der nächsten Legislaturperiode einen neuen Generationenvertrag erarbeiten, der den Lebensstandard im Alter sichern soll.

"Unser Rentenkonzept ist seriös durchgerechnet"

Zu den Vorwürfen, die Vorschläge der SPD seien nicht finanzierbar, stellte Nahles klar: "Unser Konzept ist seriös durchgerechnet." Das Modell koste demnach im Jahr 2030 19,2 Milliarden Euro mehr. Das sei verglichen mit den dann anfallenden Gesamtausgaben von 277 Milliarden Euro eine vertretbare Größenordnung, sagte die Ministerin.

Der durchschnittliche Rentner habe dann 150 Euro mehr im Monat, gut Qualifizierte womöglich sogar 225 Euro.

Bis zum Jahr 2028 würden dafür keine zusätzlichen Steuermittel gebraucht, sagte Nahles. Danach seien zusätzliche Mittel von knapp 14,5 Milliarden Euro nötig, weil dann die sogenannten Babyboomer in Rente gehen.

Schulz sagte auf Nachfrage, dass die Kosten beherrschbar seien. Auch für die Rüstung fielen künftig 20 Milliarden Euro pro Jahr mehr an Kosten an.

Sowohl Schulz als auch Nahles kritisierten während der Vorstellung die Rentenpläne der CDU, das Eintrittsalter zu erhöhen.

Mit Material der dpa

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