Forsa-Umfrage: Der Abstand zwischen Union und SPD wächst - denn CDU/CSU mobilisieren stärker

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MERKEL SCHULZ
Forsa-Umfrage: Der Abstand zwischen Union und SPD wächst - denn CDU/CSU mobilisieren stärker | Francois Lenoir / Reuters
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  • Der Abstand zwischen Union und SPD wächst in einer Umfrage des Forsa-Instituts auf 15 Prozentpunkte
  • Das Ergebnis der CDU/CSU liege vor allem daran, dass die Parteien stärker Nicht-Wähler mobilisieren

Eine weitere Umfrage bestätigt den Abwärtstrend der SPD. Der Abstand zu Union wächst weiter.

Laut der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das Magazin "Stern" und den TV-Sender RTL trennen beide Parteien ganze 15 Prozentpunkte.

Hier das Ergebnis in der Übersicht:

► CDU/CSU: 39 Prozent (+1)
► SPD: 24 Prozent (-1)
► Linke: 8 Prozent
► Grüne: 8 Prozent (+1)
► FDP: 8 Prozent (-1)
► AfD: 7 Prozent

Das Forsa-Institut befragte vom 29. Mai bis 2. Juni 2017 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

Besonders interessant an der Umfrage ist auch: Der Anteil der Nichtwähler liegt demnach nur bei 20 Prozent. Wäre bereits am Sonntag Bundestagswahl würden also 80 Prozent der Wahlberechtigten abstimmen - das wären 8,5 Prozent mehr als bei der Bundestagswahl 2013.

Vor allem zwei Parteien würden durch die erhöhte Mobilisierung profitieren, wie Forsa-Chef Manfred Güllner gegenüber dem "Stern" erklärt: die Union und die FDP.

Bereits die Ergebnisse der vergangenen Landtagswahlen hatten gezeigt: Die CDU schafft es derzeit, Nichtwähler zu motivieren, an die Urnen zu treten. Die Forsa-Umfrage scheint diesen Trend auch für den Bund zu bestätigen.

"Je höher die Wahlbeteiligung, desto schmaler der rechte Rand"

Laut Forsa-Chef Güllner bestätigt die gesteigerte Wahlbeteiligung noch eine weitere Vermutung: "Je höher die Wahlbeteiligung, desto schmaler bleibt der rechte Rand", sagt er gegenüber dem "Stern".

Betrachte man die Entwicklung der Wählerlager im Vergleich zur vergangenen Bundestagswahl, würden die CDU/CSU und die FDP dem größten Zulauf (plus 5,3 Prozentpunkte) erhalten, SPD, Linkspartei und die Grünen kämen auf ein Plus von 1,7 Prozentpunkten. Das Lager aus AfD und NPD auf ein Plus von 1,8 Prozentpunkte

Bei der Kanzlerfrage liegt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Forsa-Umfrage 30 Prozentpunkte vor ihrem Herausforderer Martin Schulz von der SPD. Könnte der Kanzler direkt bestimmt werden, würden 53 Prozent der Wähler Merkel wählen, nur 23 Prozent Schulz.

Mehr zum Thema: SPD-Chef Schulz fordert von Kanzlerin Merkel Klarheit im Klimastreit

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(mf)

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