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07/06/2017 01:25 CEST | Aktualisiert 07/06/2017 01:27 CEST

Brüssel schickte Milliarden an die Türkei für deren EU-Beitritt

Chris McGrath via Getty Images
Die Europäische Union (EU) hat in den vergangenen Jahren Milliarden an die Türkei für deren Beitritt bezahlt.

  • Die Europäische Union hat in den vergangen Jahren Milliarden an die Türkei überwiesen

  • Kein anderer Staat ausserhalb der EU bekommt von dieser so viel Geld

  • Doch dass die Türkei wirklich EU-Mitglied wird, ist wenig wahrscheinlich

Die Europäische Union hat der Türkei seit 2014 rund 2,7 Milliarden Euro netto gezahlt. Brüssel überwies das Geld mit der Absicht, das Land am Bosporus auf einen EU-Beitritt vorzubereiten. Das berichtet die Zeitung "Bild", der neue Zahlen der EU-Kommission vorliegen.

Demnach erhielt Ankara von 2014 bis Ende 2016 insgesamt 3,3 Milliarden Euro aus der EU-Kasse. Allerdings habe Ankara auch 625 Millionen Euro an Brüssel gezahlt, um an EU-Programmen teilnehmen zu können.

Keiner bekam so viel Geld von der EU

Damit ist die Türkei nach Angaben der "Bild" der größte Nutznießer von EU-Geldern unter allen Nicht-EU-Ländern. Nicht berücksichtigt seien dabei aber die sechs Milliarden Euro, die Brüssel im Rahmen des Flüchtlingsdeals an Ankara zahlt.

Die Türkei ist bereits seit 1999 Kandidat für den EU-Beitritt, seit 2005 wird darüber offiziell verhandelt. Doch die Gespräche zum Thema sind mittlerweile praktisch zum Erliegen gekommen - zu groß sind die Differenzen zwischen beiden Seiten.

Von 35 sogenannten Verhandlungskapiteln sind bislang nur 15 eröffnet. Im Dezember hatten die EU-Staaten als Reaktion auf die Ereignisse nach dem Putschversuch in der Türkei beschlossen, vorerst keine neuen Kapitel zu eröffnen.

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