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07/06/2017 23:08 CEST | Aktualisiert 08/06/2017 12:51 CEST

Dass Wladimir Putin ein Macho ist, war klar - doch mit diesen Sprüchen toppt er alles

  • Wladimir Putin ist die zentrale Figur einer neuen Dokumentation des Oscar-prämierten Regisseurs Oliver Stone

  • “The Putin Interviews” zeigt den russischen Präsidenten als selbstverliebten Protz

  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr zusammengefasst auch im Video oben

Dass Oliver Stone bei seinen Filmen kein Thema zu heikel ist, bewies der Regisseur mit Spielfilmen wie “Natural Born Killers” (über ein Massenmörder-Paar), “Platoon” (über den Vietnamkrieg) und zuletzt “Snowden” (über den gleichnamigen Whistleblower). Sein neuestes Projekt, “The Putin Interviews”, ist eine vierteilige Dokumentation über den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

"Ich bin keine Frau, also habe ich keine schlechten Tage"

Dafür lässt sich der amerikanische Filmemacher vom Präsidenten unter anderem durch den vergoldeten Thronsaal des Kremls führen. Als Präsident habe man niemals frei, sagt das Staatsoberhaupt dort, wie das US-Nachrichtenportal “Bloomberg” berichtet.

Das sei auch nicht nötig, denn: "Ich bin keine Frau, also habe ich keine schlechten Tage“, so Putin. Seinen Macho-Spruch will er dann auch gleich noch erklären: "Ich versuche nicht, irgendjemanden zu beleidigen. Das ist einfach die Natur der Dinge. Es gibt gewisse natürliche Zyklen.“

Putin, der Muskelprotz

Es ist nicht die einzige Szene, die für Kopfschütteln sorgt. Die Doku zeigt den russischen Präsidenten als leidenschaftlichen Eishockey-Fan und natürlich beim Gewichte heben. Schließlich müssen die Muskeln für den nächsten Oben-Ohne-Ausritt gestählt werden.

Auf die Frage, ob er in einem U-Boot auch neben einem homosexuellen Soldaten duschen würde, antwortet Putin: "Naja, ich würde nicht gerne mit ihm duschen wollen. Warum ihn herausfordern? Aber wissen Sie, ich bin Master im Judo.“ 2013 verabschiedete der Präsident ein umstrittenes Gesetz zur Diskriminierung von Homosexuellen.

"Snowden ist kein Verräter"

Doch es gibt auch Momente, die zum Nachdenken anregen. Als der russische Präsident Regisseur Stone durch Moskau kutschiert, sprechen sie über Edward Snowden, eben jenen Whistleblower, der seit 2013 in der russischen Hauptstadt im Exil lebt und dem Stone seinen jüngsten Spielfilm “Snowden” widmete.

“Snowden ist kein Verräter,” erklärt Ex-KGB Offizier Putin, “schließlich hat er im Interesse seines Landes gehandelt.” Des Weiteren sei er der Meinung, dass die NSA mit ihrer weltweiten Abhörung zu weit gegangen ist.

“Es gehört sich nicht seine politischen Verbündeten abzuhören. Das zerstört das Vertrauen und am Ende schadet man damit der inneren Sicherheit des eigenen Landes”, stellt das russische Staatsoberhaupt fest.

Atom-Krieg, nein Danke

Und Putin äußert sich zum Verhältnis Russlands zu den USA und deren Pläne für ein Raketen-Abwehrsystem. "Von heute an würde kein Raketenabwehr-Schild das Gebiet der USA schützen.“ Wenn es zum Krieg zwischen den Atom-Supermächten käme, so ist sich Putin sicher, "würde niemand überleben“.

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(lp)

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