Laut einer Studie sind die Deutschen zufrieden wie kaum sonst jemand - doch eine Sorge haben sie

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HAPPY PEOPLE GERMANY
Happy couple jumping into the water from a jetty | TommL via Getty Images
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  • Die allermeisten Menschen hierzulande sind mit ihrer wirtschaftlichen Situation zufrieden
  • Das hat eine US-Studie ergeben
  • Allerdings schauen die Deutschen sehr pessimistisch in die Zukunft - in anderen Ländern ist das anders

Die Deutschen finden immer etwas zum Nörgeln? Glaubt man einer jetzt veröffentlichten großen internationalen Studie, dann stimmt das zumindest nicht in jeder Hinsicht.

Denn laut einer Erhebung des US-Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center gehören die Deutschen zu den zufriedensten Menschen weltweit. Nur die Niederländer würden ihre derzeitige wirtschaftliche Situation noch positiver bewerten.

86 Prozent der befragten Deutschen bezeichneten ihre Situation als "gut", in der benachbarten Niederlande sind es 87 Prozent. Doch allein im Vergleich zu 2016 stieg die Zufriedenheit hierzulande um 11 Prozent.

Auffällig ist aber, dass die Menschen in Deutschland äußerst pessimistisch in die Zukunft blicken: So glauben 36 Prozent, dass ihre Kinder finanziell nicht besser aufwachsen als sie selbst. Vor allem die Befragten in Dritt- und Schwellenländern waren deutlich optimistischer.

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Vor allem ältere Deutsche sind wenig optimistisch: Die über 50-Jährigen (34 Prozent) und die Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahren (29 Prozent) glaubt mehrheitlich nicht, dass die Kinder erfolgreicher als ihre Eltern werden. Bei den 18- bis 29-Jährigen glauben das hingegen immerhin mehr als die Hälfte - 53 Prozent.

Das Pew Research Center hatte fast 35.000 Menschen in insgesamt 32 Ländern befragt. Im weltweiten Durchschnitt bezeichneten nur 46 Prozent der Befragten ihren jetzigen Status als "gut" - 52 Prozent bewerteten ihn hingegen mit "schlecht".

Wenig verwunderlich: Besonders schlecht wird die Lage in Griechenland eingeschätzt. Dort stuften 98 Prozent den Zustand als "schlecht" ein.

Das dürfte vor allem an den extrem hohen Arbeitslosenzahlen liegen. Laut Eurostat waren im April 23,2 Prozent der Griechen arbeitslos, hingegen aber nur 3,9 Prozent der Deutschen.

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(poc)

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