IS-Gegner kämpfen nun in den Straßen von Rakka

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RAQQA
IS-Gegner kämpfen nun in den Straßen von Rakka | Rodi Said / Reuters
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  • Nach kurdischen Angaben sollen Kämpfer der SDF in Rakka eingedrungen sein
  • Der Ort gilt als Hauptstadt des Islamischen Staates
  • Die Islamisten befänden sich auf dem Rückzug

Der Kampf in den Straßen der Hauptstadt des selbsternannten Islamischen Staates (IS) hat begonnen.

Vom US-Militär unterstützte Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) seien in das östliche Stadtviertel Al-Moscheileb von Rakka eingedrungen und zwängen die Extremisten dort zum Rückzug, sagte ein Sprecher der Militäroperation der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Es gebe heftige Straßenkämpfe. Kurdischen Quellen zufolge lieferten sich SDF-Kräfte auch am westlichen Rand der Großstadt Kämpfe mit dem IS.

Die SDF bestehen neben den führenden kurdischen Volksschutzeinheiten YPG auch aus arabischen Kämpfern. Die US-Regierung hatte vergangenen Monat angekündigt, die YPG mit Handfeuerwaffen, Maschinengewehren und gepanzerten Fahrzeugen auszurüsten. Unterstützt werden die Truppen auch von Luftangriffen der Anti-IS-Allianz unter Führung der USA.

Seit dem Start der Militäroperation zur Befreiung Rakkas im November sind die SDF-Truppen immer weiter auf die inoffizielle Hauptstadt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgerückt. Nach Süden hin ist Rakka trotz militärischer Erfolge der IS-Gegner noch immer an die IS-Gebiete im Osten Syriens und im Irak angebunden.

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Neben dem fast komplett eroberten Mossul im Irak gilt der Ort am Fluss Euphrat als wichtigste Stadt in den Händen des IS. Rakka wird seit 2014 von den Extremisten beherrscht.

Im Süden Syriens griff die US-geführte Militärkoalition erneut regierungsnahe Kräfte aus der Luft an. Mehr als 60 Kämpfer seien am Dienstag mit einem Panzer, Artilleriegeschützen, gepanzerten Fahrzeugen und Flugabwehrwaffen in eine Deeskalationszone nahe At Tanf eingedrungen, teilte das US-Militär mit.

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(ll)