Nach dem rüden Schubser von Trump: So reagiert Montenegros Premier auf den Eklat

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Es ist der wohl bekannteste Schubser der Geschichte: US-Präsident Donald Trump stieß beim Nato-Gipfel Ende Mai den montenegrinischen Premier Duško Marković an der Schulter zur Seite, um sich fürs Gruppenfoto nach vorn zu drängeln.

Jetzt hat Marković die Szene kommentiert - und Trump damit bloßgestellt. Denn der Kontrast zwischen seiner liebenswürdigen Schilderung und Trumps Rüpelhaftigkeit könnte größer kaum sein.

"Völlig harmloser Vorfall"

Marković sagte der "Bild"-Zeitung vom Montag, nach dem letzten offiziellen Programmpunkt hätten die Politiker das neue Nato-Hauptquartier besichtigt, abseits des Protokolls. Trump und andere seien etwas hinter ihm stehen geblieben.

"Irgendwann wollte der Präsident wohl zu dem Generalsekretär und uns stoßen. Da kam es zu dem Kontakt, den die Medien als Schubsen bezeichnet haben. Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, dass ich es nicht so wahrgenommen habe. Ich finde, das war ein völlig harmloser Vorfall. Und ich möchte betonen: Der Präsident der Vereinigten Staaten gehört neben den Generalsekretär."

Zuvor habe er Trump bereits die Hand geschüttelt und für die dessen Unterstützung gedankt.

Montenegros Premier bekam Tausende Reaktionen von Bürgern

Montenegro wurde Anfang Mai als 29. Staat der Nato aufgenommen. Der kleine Staat auf dem Balkan hat nur etwa 2000 Soldaten, allerdings sind die Häfen an der Adria nützlich für das Militärbündnis.

Marković sagte der Zeitung, er habe "Tausende von E-Mails und Nachrichten" von Menschen aus den USA und Europa erhalten. Sie hätten ihm versichert, dass sie gut fanden, wie er sich bei dem Vorfall verhalten habe.

Der montenegrinische Premier hatte Trump kurz die Hand auf den Rücken gelegt und hatte lächelnd sein Gespräch mit Kollegen fortgesetzt.

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(bp)

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