Staatsbesuch soll abgesagt werden: Streit zwischen Trump und Londons Bürgermeister eskaliert

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DONALD TRUMP
Donald Trump ist wieder einmal mit undiplomatischen Tweets aufgefallen | Joshua Roberts / Reuters
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  • Der Streit zwischen dem Londoner Bürgermeister und US-Präsident Trump spitzt sich zu
  • Trump hatte Khan nach dem Londoner Terroranschlag auf Twitter attackiert
  • Zuvor hatten bereits mehr als 1,8 Millionen Briten eine Petition gegen Trumps Staatsbesuch bei der Queen unterschrieben

Für den Londoner Bürgermeister Sadiq Khan ist klar: Nach seinen Kommentaren zum Terror-Anschlag sollte die Regierung in London Donald Trumps Staatsbesuch in Großbritannien absagen.

“Ich finde, wir sollten dem US-Präsidenten nicht den roten Teppich ausrollen. Seine Politik negiert einfach alles, wofür wir stehen", erklärte Khan der HuffPost US zufolge.

Donald Trump soll im Oktober zu einem Staatsbesuch nach Großbritannien kommen. Zu dem Besuch gehört laut Protokoll auch ein Besuch bei der Queen.

Boris Johnson: "Kein Grund" den Besuch abzusagen

Der britische Außenminister Boris Johnson äußerte sich bereits zu den Streitigkeiten. Der HuffPost UK zufolge sehe er "keinen Grund", den Staatsbesuch mit dem US-Präsidenten abzusagen.

Zuvor hatte Trump den Londoner Bürgermeister und die Mainstream-Medien (MSM) auf Twitter attackiert.

Khan habe in einem Statement zu den Vorfällen in London gesagt, es gebe “keinen Grund beunruhigt zu sein”.

Tatsächlich hatte Trump Khan explizit falsch zitiert.

Khan hatte jedoch lediglich die gesteigerte Polizeipräsenz in der Stadt als positiv herausstellen wollen.

Durch Trumps falsches Zitieren entstand der Eindruck, dass Khan den Terror nicht für einen Grund zur Beunruhigung halte.

Mit seiner Forderung Trump nicht zu empfangen, trifft Khan den Nerv seiner Landsleute. Mehr als 1,8 Millionen Briten haben eine Petition unterschrieben, in der sie fordern, dass die Queen den US-Präsidenten nicht empfängt.

Die Briten befürchten laut der Petition, dass der Besuch Trumps zu einer "Peinlichkeit für ihre Majestät die Queen" wird.

Trumps Ansichten des Islams seien ignorant

Gegenüber der "BBC" hatte Khan zudem Trumps “ignorante Ansichten des Islams” kritisiert. Khan selbst ist Muslim.

Der Streit zwischen Khan und Trump hatte sich am geplanten Einreiseverbot Trumps für Muslime entzündet. Trump hatte nach dem Anschlag in London erneut für seine Idee geworben und dafür viel Kritik geerntet - unter anderem von Londons Bürgermeister.

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