"Sherlock" zurück im Free-TV: Warum das die vierte Staffel die letzte sein könnte

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Sherlock (Benedict Cumberbatch, l.), Dr. Watson (Martin Freeman) und seine Frau Mary (Amanda Abbington)

In Großbritannien liefen die neuen Folgen der vierten Staffel von "Sherlock" bereits Anfang des Jahres. Am Pfingstsonntag (21:45 Uhr, Das Erste) lässt sich der Meisterdetektiv nun auch wieder im deutschen Free-TV blicken. Benedict Cumberbatch (40, "Doktor Strange") und Martin Freeman (45, "Fargo") sind erneut als kongeniales Duo Sherlock und Dr. Watson zu sehen - ein letztes Mal?

Die Episoden

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Drei Episoden gibt es von Staffel vier. Den Auftakt macht "Die sechs Thatchers". Am Pfingstmontag folgt gleich "Der lügende Detektiv" (21:45 Uhr, Das Erste). Und das fulminante Ende am 11. Juni (21:45 Uhr, Das Erste) trägt den Titel "Das letzte Problem".

Werden alle am Leben bleiben?

"Es ist kein Spiel mehr" lautet das düstere Leitmotiv der neuen Folgen. Sherlocks langjähriger Widersacher Jim Moriarty (Andrew Scott) ist wieder aufgetaucht. Doch auch Schurke Culverton Smith (Toby Jones) macht ihm das Leben schwer. Wird der Meisterdetektiv seinem langjährigen Gefährten Dr. Watson sein dunkelstes Geheimnis erzählen? Und zu wem sagt er "Ich liebe dich"? So viel sei verraten: nicht alle Figuren werden die vierte Staffel überleben...

Drehen sich die Rollen um?

Schauspieler Benedict Cumberbatch hat bereits vor dem Serien-Start in Großbritannien verraten, dass die Zuschauer eine andere Seite von Sherlock zu sehen bekommen. "Er wird etwas mehr... also, auf ganz klare Weise... verantwortlich für seine Taten", soll Cumberbatch über Sherlock gesagt haben. Diese Wandlung habe die erste Begegnung mit John Watson ausgelöst. Ihre Freundschaft sei das Element, das Sherlock zum Menschen werden lässt. Der exzentrische Detektiv sei sich sogar darüber im Klaren, aber es sei ein schleichender Prozess.

Doch nicht nur Sherlock zeigt in Staffel vier neue Facetten. Schauspieler Martin Freeman hatte im Vorfeld erzählt, dass über John stets gesagt werde, er sei der "zuverlässige, unerschütterliche" Typ. Das sei durchaus so, er sei aber zugleich ein Mensch mit unterschiedlichen Schattierungen. "Er ist auch jemand, der Schwäche in sich trägt...", so Freeman. Werden die Rollen etwa vertauscht? Wird Sherlock zum Softie und Watson zum Soziopathen?

Die Reaktion der Fans

Die Meinungen der Fans über die vierte Staffel und insbesondere das Staffelfinale fallen gemischt aus. Auf Twitter reichten die Kommentare im Januar von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Vor allem der Spannungsaufbau wurde gelobt. Die kritischen Stimmen bemängelten hauptsächlich die Handlung und dass es keineswegs zimperlich zugehe. "Ich kann mich nicht entscheiden, ob das die genialste oder schlechteste Episode war, die ich je gesehen habe", fasst diese Userin die letzte Folge wohl sehr treffend zusammen.

Das Ende der Serie?

Ob es eine fünfte Staffel "Sherlock" geben wird, steht noch in den Sternen. Bisher wurde keine offizielle Ankündigung gemacht. Benedict Cumberbatch und Martin Freeman haben beide bekräftigt, dass sie gerne weitere Folgen drehen würden. Allerdings sind die beiden mittlerweile gefragte Schauspieler in Hollywood, was es schwierig macht, ein Zeitfenster zu finden. Auch Serienerfinder und Drehbuchautor Steven Moffat (55) hofft, dass die Serie fortgesetzt wird. Wann, wie und in welcher Form konnte er aber noch nicht sagen. Sollte es also weitere Episoden geben, werden sicherlich erneut einige oder sogar etliche Jahre verstreichen.

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