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05/06/2017 11:59 CEST | Aktualisiert 05/06/2017 12:00 CEST

Londoner Polizei-Chefin: "Anschläge scheinen nicht aus dem Ausland gesteuert worden zu sein"

Hannah Mckay / Reuters
Londoner Polizei-Chefin: "Anschläge scheinen nicht aus dem Ausland gesteuert worden zu sein"

  • Laut der Londoner Polizei-Chefin sind die jüngsten Anschläge in Großbritannien nicht aus dem Ausland gesteuert worden

  • Der IS hatte vor dem Anschlag in London in einem Chat zur Gewalt aufgerufen

Der verheerende Terror in Großbritannien in den vergangenen Wochen ist aus Sicht von Londons Polizeichefin Cressida Dick nicht aus dem Ausland gesteuert worden.

Die jüngsten Anschläge hätten "zweifellos" eine internationale Dimension gehabt, der Schwerpunkt liege aber in Großbritannien selbst, sagte Dick am Montag dem Radiosender BBC4. "Wir werden immer sehen, ob irgendetwas aus dem Ausland gesteuert wurde. Aber ich würde sagen, die Hauptbedrohung, der wir momentan gegenüberstehen, scheint nicht aus dem Ausland gesteuert zu sein."

Zu dem Anschlag in London am Samstagabend hat sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt. Angriffe wie dieser müssen allerdings nicht unbedingt vom IS gesteuert werden.

IS ruft in Chat zu Gewalt auf

Im Falle von London hat die Direktorin der Site Intelligence Group darauf verwiesen, dass am Anschlagstag in einer dem IS nahe stehenden Chat-Gruppe Mitglieder aufgefordert worden seien, Zivilisten mit Fahrzeugen, Schusswaffen und Messern zu töten.

Die Site Intelligence Group hat sich auf die Auswertung von dschihadistischer Propaganda spezialisiert. Sie warnte am Wochenende vor IS-Einflüssen in Großbritannien.

Auch Polizei-Chefin Dick schloss einen weiteren Anschlag nicht aus. Es sei "sicherlich möglich", dass die Angriffe in Manchester und London einen weiteren Anschlag nach sich zögen, sagte Dick dem Radiosender BBC4.

Mit ihrer Rhetorik hätten der IS und andere Organisationen Menschen dazu aufgefordert, "mit einfachen Mitteln" die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Einige Menschen fühlten sich sicher davon inspiriert.

Die Attentäter in London waren am Samstag erst mit einem Transporter in Passanten gefahren und hatten ihre Opfer später mit Messern angegriffen. Bei dem Anschlag sind sieben Menschen gestorben, Dutzende weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Mehr zum Thema: Neue Schreckens-Strategie: Wieso Terroristen immer öfter mit Fahrzeugen und Messern angreifen

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