Aktivisten schleusten sich bei Ivanka Trumps Schuhhersteller ein - jetzt fehlt von ihnen jede Spur

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Ivanka Trump steht wegen ihren China-Geschäften in der Kritik. Die Geschäftsfrau soll Teile ihrer Mode unter menschenunwürdigen Bedingungen herstellen lassen (auch im Video oben).

Medienberichten zufolge wurde ein Undercover-Ermittler der Arbeiterrechtsorganisation China Labor Watch verhaftet, weil er die angebliche Ausbeutung dokumentieren wollte. Von zwei weiteren Aktivisten fehlt demnach jede Spur.

Der Gründer der Arbeiterrechtsorganisation, Li Qiang, rechnet mit dem Schlimmsten. "Diesmal habe ich Angst, sagte er gegenüber "Spiegel Online" .

Die Mitarbeiter sollen weniger als einen Euro Studenlohn bekommen

In dem Bericht wird die Frage aufgeworfen, ob chinesische Behörden hinter dem Verschwinden stecken könnten, um die Beziehungen zum Weißen Haus nicht zu gefährden.

Die Undercover-Ermittler hatten sich in zwei Fabriken der Huajian-Gruppe eingeschleust, die unter anderem für Ivanka Trumps Modelinie Schuhe produziert.

Dort will China Labor Watch herausgefunden haben, dass die Fabriken ihren Mitarbeitern umgerechnet nur etwas mehr als einen Euro Stundenlohn zahlen - bei rund 300 Stunden Monatspensum.

Die Arbeiter sollen beleidigt und beschimpft werden

Aus den Recherchen gehe auch hervor, dass Arbeiter regelmäßig beleidigt und beschimpft würden.

Abigail Klem, die Ivanka Trumps Unternehmen seit Kurzem leitet, hatte betont, dass die Marke von den Produzenten fordere, bestehende Gesetze einzuhalten und für akzeptable Arbeitsbedingungen zu sorgen.

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(lk)