IS bekennt sich zu Anschlag in London

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LONDON
IS bekennt sich zu Anschlag in London | Hannah Mckay / Reuters
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  • Die Terrormiliz Islamischer Staat hat den Anschlag in London mit sieben Toten für sich reklamiert
  • Die Ermittlungen zum Umfeld der drei Attentäter dauern an

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag in London für sich reklamiert. Die in der Nacht zum Montag verbreitete Erklärung des IS-Sprachrohrs Amak konnte zunächst nicht auf Echtheit überprüft werden. Sie wurde aber über für den IS übliche Kanäle und in der üblichen Form verbreitet.

Drei Männer hatten am Samstagabend im Zentrum Londons Menschen mit einem Lieferwagen und langen Messern attackiert und dabei sieben Menschen getötet und rund 50 weitere teil schwer verletzt. Die mutmaßlichen Terroristen wurden von Polizisten erschossen - vom Notruf bis zu ihrer Tötung vergingen acht Minuten.

Am Montag soll es eine Mahnwache für Opfer geben

Es war das dritte Attentat binnen drei Monaten in dem Land, alle drei hat der IS für sich in Anspruch genommen. Der zweite Anschlag liegt gerade einmal zwei Wochen zurück: In Manchester hatte am 22. Mai ein Selbstmordattentäter nach einem Auftritt der US-Sängerin Ariana Grande 22 Menschen mit in den Tod gerissen.

In London soll am Montag bei einer Mahnwache der Opfer gedacht werden. "Wir werden diese Feiglinge nie gewinnen lassen, und wir werden uns nie vom Terrorismus einschüchtern lassen", sagte Bürgermeister Sadiq Khan mit Blick auf die Attentäter.

Attacke wahrscheinlich mit IS-Führung koordiniert

Die Ermittlungen im Umfeld der drei Angreifer gehen weiter. Ihre Identitäten sollen veröffentlicht werden, sobald dies ermittlungstaktisch möglich sei, hieß es. Im Zusammenhang mit der Tat hielt die Polizei noch elf Menschen fest. Inwieweit sie in den Anschlag verwickelt waren, blieb zunächst unklar.

Das IS-Sprachrohr Amak berichtete von einer "Abteilung von IS- Kämpfern", die für den Anschlag verantwortlich seien.

Die Direktorin der auf die Auswertung dschihadistischer Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group, Rita Katz, sah darin einen Hinweis, dass die Attacke "wahrscheinlich" mit der Führung der Terrormiliz koordiniert war.

Ähnliche Anschläge mit Autos waren zuletzt allerdings eher ein Zeichen der Planung durch einen "einsamen Wolf", der vom IS zu seiner Tat inspiriert, aber nicht beauftragt wurde.

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Über IS-Propagandakanäle wurde zudem ein Bild verbreitet, das den Anschlag verherrlicht. Darauf ist ein Mensch mit einem blutigen Messer in der Hand zu sehen und im Hintergrund - fälschlicherweise - die Tower Bridge statt der London Bridge sowie ein weißer Transporter. In Arabisch, Französisch und Englisch steht daneben der Satz "Rache. Kein Kompromiss... bei der Sicherheit der Muslime".

Mit Material der dpa.

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