Dieser Wirt und sein Team sahen die Terroristen heranstürmen - und retteten ihre 130 Gäste

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Sie waren bewaffnet, schrien irgendwas. Und rannten in Richtung seines Cafés, dem Café Brood nahe der London Bridge.

130 Gäste standen draußen. Und dürften es den Kellnern zu verdanken haben, dass sie überlebt haben.

Mark Stembridge ist der Wirt des Brood und schildert der HuffPost UK, wie er und sein Team den Terror-Anschlag am Samstagabend in London überlebt haben. Im Video seht ihr das Interview im englischen Original.

"Es war so viel los"

Zuerst waren die Terroristen mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast. Doch davon bekam im Café keiner etwas mit, sagt Stembridge. "Es war so viel los."

Dann sahen er und sein Team, wie die Terroristen auf ihre Gäste zurannten.

Sein Team aber war vorbereitet. Einige, sagt Stembridge, waren früher beim Militär, sie hatten die Nerven, ruhig zu reagieren. Und außerdem hatte er sich nach dem vorangegangenen Anschlag von Westminster bei der Polizei informiert, wie er reagieren sollte, falls so etwas wieder passieren würde.

Terroristen sollen irritiert gewesen sein

Er hatte den Eindruck, dass die Terroristen vom kontrollierten Vorgehen irritiert waren – und sich deshalb schnell ein anderes Ziel suchten.

Insgesamt starben bei dem Anschlag sieben Menschen. 48 wurden verletzt.

Andere Restaurant-Besitzer versuchten, die Terroristen abzuhalten, indem sie mit Stühlen und Flaschen nach ihnen warfen. Sie haben schreckliche Szenen erlebt. Und wissen nicht, wie sie all das verarbeiten sollen.

Wirt fordert höhere Polizeipräsenz

Stembridge sagt, er glaubt trotz allem, dass sich die Briten nicht vom Feiern abhalten lassen werden. "Ich glaube, die Menschen werden wieder herkommen, das ist eine sehr britische Einstellung. Zum Teufel mit ihnen, wir kommen zurück und machen das Beste daraus."

Aber er fordert auch, dass es mehr Polizeipräsenz gibt auf den Straßen.

Polizisten hatten die drei Attentäter erschossen. Nach acht Minuten, in denen die Täter wüteten.

Angeblich sind auch Polizisten vor den Angreifern geflohen. Es waren wohl Beamte, die keinen Waffen trugen. Wie viele Polizisten in Großbritannien.

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