"Wie krank kann man sein?" AfD empört mit widerlicher Reaktion auf Terror von London

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VON STORCH
"Wie krank kann man sein?" AfD empört mit widerlicher Reaktion auf Terror von London | ODD ANDERSEN via Getty Images
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  • AfD-Politiker reagieren mit geschmacklosen Kommentaren auf den Anschlag von London
  • Die Partei versucht die Tat bereits zu früher Stunde politisch zu instrumentalisieren

"Merkels Politik fördert den Terror in Europa. Sie ist verantwortlich“, giftet AfD-Vize Beatrix von Storch nach den Anschlägen in London.

Es ist einmal mehr eine kalkulierte Provokation der rechtspopulistischen AfD auf eine tödliche Terrorattacke.

Man könnte diese Aussage einfach ignorieren. Doch die AfD ist keine kleine Splitterpartei. Sie ist in vielen Landtagen vertreten - und zieht möglicherweise im September in den Bundestag ein. Daher müssen wir uns mit der menschenverachtenden Haltung ihrer Spitzenleute auseinandersetzen.

In einem anderen Tweet schrieb von Storch über einem Video von einem Polizeieinsatz in einer Londoner Bar: "schön bunt“.

Die AfD nutzt mit diesen Provokationen einmal mehr das Leid anderer Menschen, um gegen eine offene Gesellschaft zu hetzen.

Grünen-Politiker Özcan Mutlu‏ antwortete mit Empörung auf die Aussagen von Storchs. "Wie krank kann man sein?! Statt Anteilnahme für die Opfer, eine solche Kälte zu zeigen ist unglaublich! Wir trauern mit #London“, schrieb Mutlu bei Twitter.

AfD wünschte sich terroristische Anschläge gegen das Umfragetief

Der Landesvorsitzende der AFD in Schleswig-Holstein, Jörg Nobis, griff derweil SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz an. "Als Erinnerung für die Wahlkabine im September: #Schulz: 'Terror gehört zu den Lebensrisiken des 21. Jahrhunderts’“, schrieb Nobis.

Die AfD Heidelberg fragte zu den Anschlägen in London: "Ist das wirklich alternativlos?“

Die AfD setzt so die Strategie fort, die nach bisher allen großen Terrorangriffen zu erkennen war: Noch bevor es gesicherte Informationen über Tathergang und Täter gibt, versucht die Partei, die Vorkommnisse politisch zu instrumentalisieren.

AfD-Politiker Arvid Immo Samtleben empörte zuletzt mit einem Facebook-Beitrag, in dem er sich ganz offen islamistische Anschläge wünschte, um den sinkenden Umfragewerten seiner Partei entgegenzuwirken.

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