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03/06/2017 13:25 CEST | Aktualisiert 03/06/2017 17:50 CEST

Liebe "Rock am Ring"-Besucher: Ihr zeigt der Welt, wieso der Terror niemals siegen wird

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Liebe Rock am Ring Besucher: Das war stark!

Es ist der erste Abend des "Rock am Ring"-Festivals: 85.000 Menschen, in bunten T-Shirts, mit Strohhüten und Sonnenbrillen auf den Köpfen singen und lachen, während sie sich in Richtung der Ausgänge bewegen. Eine Terrormeldung sorgte für einen vorzeiten Abbruch des Festivals. Doch von Angst und Panik war keine Spur.

Das, was gestern auf dem Geländes des Festivals passiert ist, war ein glänzendes Beispiel dafür, dass Terrorismus und religiöser Extremismus niemals eine Chance haben werden.

Innerhalb von nur 15 Minuten verließen sie ohne Panik und Zwischenfälle das Gelände. Lauthals sangen sie die Hymne "You´ll never Walk Alone“ die besonders durch Gerry & Pacemakers berühmt wurde.

Eine Metapher für Mut und Einigkeit

Das Lied gilt bei Fussball-Fans als Hymne, soll Unterstützung signalisieren, ein Gefühl des Zusammenseins gegen den Gegner. Eine wunderbare Metapher die für Mut und Einigkeit.

Denn eines ist klar: Die Menschen waren zu einem Festival gefahren, das völlig konträr zu den absurden Ideologien des islamistischen Terrors steht. Sie waren dort, um zu Feiern, zu Singen und um gemeinsam das Leben zu genießen. Das wollten sie sich auch von niemanden nehmen lassen.

Deswegen stimmten sie noch zu einem zweiten Lied an, dass exemplarisch für Lebensfreude und Zusammenhalt steht. "Eins kann uns keiner, eins kann uns keiner nehmen und das ist die pure Lust am Leben“, sangen die Festivalbesucher auf ihrem Weg zu den Campingplätzen.

Manche streckten kämpferisch die Fäuste in die Höhe, andere tanzten, lachten und rauchten; genossen das Leben. Die Festival-Besucher zeigten dadurch, was sie von Terror und Angst halten.

Auf Twitter schrieb eine Nutzerin, dass es sich "um die richtige Antwort“ gehandelt hätte. Tausende feierten im Internet das sensationelle und laute Statement der Festivalbesucher. "Ich bin zu Tränen gerührt“, kommentierte ein anderer Nutzer auf Twitter.

Marek Lieberberg, der das Festival seit Jahren organisiert, trat am späten Freitagabend erneut an die Öffentlichkeit. Auf einem Twitter-Video lobte er das Publikum. Die Zuschauer hätten ruhig reagiert und ohne Demonstrationen das Gelände geräumt.

Vereint gegen Terror und absurde Ideologien

Toleranz und Lebensfreude stehen exemplarisch für das, was Europa und die europäische Idee immer schon ausgemacht haben.

Es geht um den Zusammenhalt, Einigkeit, Freiheit. Es ist das gemeinsame Singen von Liedern die Mut machen, das "Miteinander“ - das ist es was insbesondere Europa stark macht und immer stark machen wird. Gleichgültig ob nach dem schrecklichen Anschlag in Manchester, oder jetzt, auf dem Rock am Ring Festival.

Das, was am Freitag passiert ist, beweist, dass sich die Menschen nicht unterkriegen lassen vom Terror. Es beweist, dass die Liebe und die Einigkeit immer triumphieren werden - besonders aber über den Terrorismus.

"Don't look back in anger", sangen die Menschen nach dem Anschlag in Manchester. Auch gestern schauten die Menschen nicht zurück; ließen sich nicht einschüchtern. Stattdessen feierten sie mit wehenden Fahnen einen Lebensstil, der von Toleranz und Freiheit geprägt ist und nicht von Gewalt und perfiden Ideologien. Das macht nicht nur Mut, sondern es macht auch unglaublich stolz.

Und es beweist vor allem eine ganz grundlegende Sache, von der manche Menschen in Europa, aber auch in der ganzen Welt noch einiges lernen können:

Weder Mauern und Grenzen, noch Stacheldraht und politischer Extremismus können den Terror besiegen - sondern das, was gestern am Nürburgring passiert ist.

Nur so hat unsere Zukunft eine Chance, nur so hat Europa eine Chance - und nur so kann diese Geißel unserer Zeit, der Terrorismus, irgendwann bezwungen werden.

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(ks)

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