"Eindeutige und aktuelle Gefahr": UN-Sicherheitsrat setzt Nordkorea mit neuen Sanktionen unter Druck

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NORTH KOREA
"Eindeutige und aktuelle Gefahr": UN-Sicherheitsrat setzt Nordkorea mit neuen Sanktionen unter Druck | KCNA KCNA / Reuters
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  • Der UN-Sicherheitsrat reagiert auf die Provokationen Nordkoreas und erlässt neue Sanktionen
  • Für die USA bleibt das Land eine "eindeutige Gefahr"

Die USA und die Vereinten Nationen erhöhen den Druck auf Nordkorea. Der UN-Sicherheitsrat stimmte am Freitag einstimmig für eine Resolution, die Strafmaßnahmen gegen das kommunistische Land ausweitet. Damit reagierte der Sicherheitsrat auf die fortgesetzten Provokationen von Diktator Kim Jong-Un mit Raketentests.

Die UN-Resolution sieht Strafmaßnahmen gegen zwei staatliche Unternehmen des Landes, die Staatsbank Koryo sowie die Streitkräfte für strategische Raketen der nordkoreanischen Armee vor. Gegen die Betroffenen wurde ein Reiseverbot verhängt, ihr Vermögen im Ausland wurde eingefroren.

Zu ihnen zählt auch Cho Il U, der mutmaßliche Chef der Auslandsspionage. Es ist die siebte UN-Resolution dieser Art seit 2006, Wirkung gezeigt hat bisher keine von ihnen.

"Hören Sie auf, Raketen abzufeuern"

In der zweiseitigen Resolution verurteilte der Sicherheitsrat das Raketenprogramm Nordkoreas und dessen Entwicklung von Atomwaffen auf das Schärfste. "Hören Sie auf, ballistische Raketen abzufeuern oder tragen Sie die Konsequenzen", sagte die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, im Saal an die Führung in Pjöngjang gerichtet.

Der internationale Druck werde nicht nachlassen, ehe Nordkorea sich nicht an bisherige UN-Resolutionen halte, die dem kommunistisch regierten Land den Test ballistischer Raketen verbieten.

"Die anhaltenden Provokationen zertrampeln internationale Bemühungen um eine friedliche Lösung", sagte Japans UN-Botschafter Koro Bessho.

US-Verteidigungsminister: "Nordkorea ist eine eindeutige Gefahr"

US-Verteidigungsminister James Mattis bezeichnete Nordkorea angesichts seiner nuklearen Ambitionen und wiederholten Raketentests als "eindeutige und aktuelle Gefahr". Selbst China müsse seinen Schützling Pjöngjang eher als Belastung denn als Aktivposten sehen, sagte Mattis am Samstag bei einer regionalen Sicherheitskonferenz in Singapur.

Daher setzte er auf Unterstützung Chinas, das Nordkorea schon mehrfach zur Kooperation aufgerufen hatte. "Diesen Worten müssen Taten folgen", sagte Mattis. Auch China, einer der wichtigsten Verbündeten von Machthaber Kim, hatte für die Resolution gestimmt.

Die Lage auf der nordkoreanischen Halbinsel ist angespannt

Nordkorea hatte zuletzt mehrere Raketen getestet und erklärt, es arbeite auch an Langstreckenraketen, mit deren Reichweite auch die USA getroffen werden könnten. Vor allem Japan und Südkorea fürchten als Nachbarn in der Region, von den Raketen getroffen zu werden.

Nach zwei Atomtests und mehreren Raketentests ist die Lage in der Region angespannt. Auch das US-Festland und das US-Einsatzgebiet im Pazifik sind nach Angaben aus Pjöngjang in Reichweite für dessen Angriffe.

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(ks)