Ex-Bürgermeister von New York ruft zum Widerstand gegen Trump auf – und geht mit gutem Beispiel voran

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MICHAEL BLOOMBERG
New Yorker Ex-Bürgermeister Bloomberg will der UN die Millionen zahlen, die ihr durch Trumps Paris-Kündigung fehlen | Henry Romero / Reuters
Drucken
  • Der ehemalige Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, will der UNO 15 Millionen Dollar spenden
  • Damit will er Ausfälle kompensieren, die durch Trumps Rückzug aus dem Abkommen entstehen
  • Auch andere Politiker und Berater wenden sich jetzt gegen Trump

US-Präsident Donald Trump hat mit dem Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen eine Welle der Empörung losgetreten.

Jetzt hat sich auch der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg auf die Seite der Klimaschützer gestellt. Er möchte persönlich für die Verluste der UN aufkommen, die durch die Kündigung des Pariser Abkommens entstehen.

"Amerikaner laufen nicht weg"

Die 15 Millionen US-Dollar, die Bloomberg nun zahlen will, entsprechen dem US-Anteil an einem Projekt gegen Treibhausgase.

"Amerikaner laufen nicht weg vom Pariser Klima-Abkommen", sagte Bloomberg dem Washington Examiner.

Es sei sogar genau das Gegenteil der Fall, sagte der frühere New Yorker Bürgermeister. "Wir erlauben Washington nicht, sich uns in den Weg zu stellen. Das ist die Botschaft, die Bürger, Unternehmen und Bundesstaaten heute Abend senden", sagte er. "Das amerikanische Volk bleibt engagiert."

Mit dem Austritt aus dem Pariser Klimavertrag hat US-Präsident Trump viele ehemalige Unterstützer gegen sich aufgebracht.

Tesla-Chef Elon Musk und Disney-Boss Bob Iger haben das Berater-Team des Präsidenten verlassen. Manager von Apple, Facebook und Goldman Sachs haben Trump heftig kritisiert.

Auch Staatschefs vieler europäische Länder veröffentlichten Statements, in denen sie Trumps Entscheidung bedauerten.

61 Bürgermeister gegen Trump

Doch neben Frust ist vor allem Kampfgeist spürbar.

"Andere Akteure haben sich erhoben, politische, wirtschaftliche, zivile", sagte der französische Präsident Emmanuel Macron am Freitagabend in Paris.

Auch 61 US-Bürgermeister haben sich gegen Trump positioniert. In einem offenen Brief kündigen die Bürgermeister an, sich über die Entscheidung des Präsidenten hinwegsetzen zu wollen. Unter den Bürgermeistern sind die Vertreter von Burlington, Vermont und auch Los Angeles.

Auch die Gouverneure von Kalifornien, New York und Washington haben sich zusammengeschlossen. Sie rufen alle Bundesstaaten dazu auf, sich ihrer Koalition anzuschließen - und damit dem Klimawandel mit vereinten Kräften entgegenzutreten.

Mehr zu Trumps Klima-Beschluss:

(lp)

Korrektur anregen