So viele Deutsche wie nie zuvor fürchten sich vor Anschlägen

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GERMAN CITY
Die Terrorangst steigt | Jan-Philipp Burmann via Getty Images
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Nach den jüngsten Anschlägen in Manchester, Stockholm und London fürchten so viele Bundesbürger wie nie zuvor auch hierzulande weitere Terrorattacken. 80 Prozent glauben laut ZDF-"Politbarometer", dass es in nächster Zeit in Deutschland zu Anschlägen kommen wird, wie der Sender am Freitag mitteilte.

So hoch wurde die Gefahr den Angaben zufolge bisher noch nie eingeschätzt. Immerhin gut die Hälfte (52 Prozent) geht aber davon aus, dass in Deutschland zum Schutz vor Anschlägen genug getan wird (nicht genug: 40 Prozent).

Innere Sicherheit als Wahlkampfthema

Die Anhänger von CDU/CSU (54 Prozent), SPD (56 Prozent), Linke (53 Prozent), Grüne (66 Prozent) und FDP (73 Prozent) stimmen dem mehrheitlich zu, während die meisten AfD-Anhänger (59 Prozent) beklagen, dass dafür in Deutschland nicht genug getan werde, hieß es.

Die Innere Sicherheit rangiert bei dem wichtigsten Themen für die Wähler auf Platz zwei, kurz hinter der Flüchtlingspolitik.

Deshalb hat auch der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz Mitte der Woche ein Konzept zur Inneren Sicherheit vorgestellt.

Schulz: "Bestehende Gesetze besser anwenden"

"Wir wollen eine sozialdemokratische Politik, die auf Prävention setzt um Kriminalität zu verhindern", erklärte Schulz. Die SPD wolle den Opferschutz stärker in den Mittelpunkt stellen. Schulz sagte: "Wir müssen ebenso viel über Opfer reden wie über Täter."

Es gehe der SPD darum, den Staat zu ermächtigen, geltende Gesetze besser umsetzen können. "Wir haben aber zugleich als Leitlinie für unsere Politik ausgemacht, dass der Rechtsstaat die ganze Breite der Möglichkeiten abdecken soll", so Schulz.

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